Lahr Tschüss, Landesgartenschau!

Lahr - Nach 186 Tagen ist die Landesgartenschau mit einem furiosen Finale zu Ende gegangen. Viele Tausend Besucher strömten bei herrlichem Spätsommerwetter auf das Gelände. Die LGS-Fahne ging an den nächsten Ausrichter Überlingen am Bodensee.

Die Wehmut über das Ende des Großereignisses war den Lahrern am Sonntag anzumerken. Doch OB Müller tröstete bei seiner Abschlussrede: "Es geht für uns ja weiter". Lahr ziehe eine sehr positive Bilanz der Schau. Sie habe die Stadt "in Atem gehalten" und sie und die Bürger seien an ihr gewachsen. "Wir haben den Lahrer Acker gepflügt, damit künftig hier noch mehr wachsen kann." Die Stadt habe sich fit für die Zukunft gemacht und sich "Wege für mehr gebahnt."

Müller dankte der LGS-Spitze mit Ulrike Karl und Tobias de Haen für ihren Einsatz. Dafür gab es brandenden Applaus der weit mehr als 1000 Zuhörer im großen Pavillon der E-Werk-Bühne. Auch den starken Einsatz der Ehrenamtlichen würdigte das Stadtoberhaupt.

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch sagte, Lahr und die LGS hätten "einen tollen Job gemacht." Die Wehmut jetzt zum Abschied sei verständlich. Die Stadt habe mit der Schau "ein kluges Infrastruktur-Projekt" gestemmt, das nachhaltig das Leben in der Stadt verbessere.

Landrat Frank Scherer sah die erstklassige Werbung für Lahr und die ganze Ortenau, die die LGS gemacht habe. Er freute sich über das rege Interesse der Besucher und Bürger an den Aktivitäten des Treffpunkt Ortenau des Landkreises.

OB Müller wollte die Fahne als Symbol der Stabübergabe an Überlingen erst gar nicht hergeben. Die Bodenseestadt richtet die nächste große Gartenschau 2020 aus. Ihr Oberbürgermeister Jan Zeitler bedankte sich, als er die Fahne dann endlich in Händen hielt und sagte, dass Überlingen Wort gehalten habe, mit großer Delegation nach Lahr zu kommen. Mehr als 1000 Überlinger bevölkerten das Gelände und trugen auch zum großen Finalprogramm bei. Mit Musik und abendlichem Feuerwerk am See ging die Gartenschau dann zu Ende.

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