Lahr Tag der offenen Tore in Hofweier

Tim Stocker warf beim HGW-Sieg neun Tore. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Die HSG Ortenau Süd ist überraschend beim Vorletzten gestolpert. Wenig Mühe hatten dagegen Ottenheim und Schuttern. Und in Hofweier gab’s für die Zuschauer ein Schützenfest zu bestaunen.

(lb). Landesliga Nord, Männer: TuS Ottenheim - TVS Baden-Baden II 30:24 (15:11). "Solide Leistung, gute Reaktion auf die Niederlage letzte Woche", beurteilte Ulf Seefeldt den Auftritt seines Teams. Die Hausherren zogen den Gästen, die allerdings ohne ihren bisherigen Top-Scorer Simon Bornhäuser antraten, durch eine engagierte Defensive den Zahn. Die Entscheidung fiel zwischen der 15. und 43. Minute. Zur Mitte der ersten Halbzeit kam Youngster Vincent Wußler ins TuS-Tor und ebnete mit fünf Paraden den Weg zur Pausenführung, dazu leistete sich seine Vordermannschaft im Angriff nur wenig Fehler.

Einmal mehr war Ottenheims Chris Berchtenbreiter kaum zu halten und zeigte sich auch bei Abprallern hellwach. Nach dem Wechsel blieb die Ried-Sieben spielbestimmend und konnte sich so bis auf neun Tore absetzen. Damit war die Partie praktisch entschieden. Seefeldt wechselte danach durch und so ging der Spielfluss und die Konzentration etwas verloren. Am klaren Sieg änderte das jedoch nichts mehr. Ottenheim: Bertsch, Wußler, Kaufmann 2, Wilhelm, Métier, Weide 3, Thielecke 1, Heimburger, Heim 5, Funk 1, Berchtenbreiter 10, Schneckenburger 6/4, Frenk 2. (smü) TS Ottersweier - HSG Ortenau 23:21 (10:11). Dass der Tabellenvorletzte nicht unterschätzt werden darf, war allen Beteiligten im Vorfeld klar. So startete die Steponavicius-Sieben wie erwartet und ging mit 3:1 in Führung. Dieser knappe Vorsprung konnte der Gast bis zum 8:5 halten, es gelang der HSG aber nicht, diesen auszubauen. Grund dafür waren zu viele technische Fehler und ausgelassene Chancen.Ottersweier nutzte das und glich in Minute 23 zum 8:8 aus. Auch in der Defensive fand die Mannschaft um Trainer Aurelijus Steponavicius nicht zur gewünschten Stabilität, sodass die Partie auch in der Folge eng blieb.

Auch der Start in die zweite Hälfte gehörte den Gästen, die schnell auf 14:11 stellten. Bei den mitgereisten Fans kam nun die Hoffnung auf, dass ihr Team auf dem richtigen Weg ist. Doch abrupt brach die HSG wieder ein und musste mit ansehen, wie der Gastgeber ausgleichen und selbst mit 16:15 in Führung gehen konnte. Nach einem erneuten Ausgleichtreffer zum 16:16 sah Wito Göpper nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte und stand seinem Team nicht mehr zur. Diese Überzahl nutzte die TS Ottersweier und legte zum 18:16 vor. In einer hitzigen Schlussphase, in der auch HSG-Trainer Steponavicius noch die rote Karte sah, behielt die TSO den kühleren Kopf und brachte die knappe Führung über die Zeit. HSG: Richini, Betzler 1, Fimm 5/1, Bolz 7, Leufke 2, Göpper 3, Ruf, D. Herzog, Schilli, N. Herzog 2, Enderlin 1, Glatz, Heim. (eb). BSV Phönix Sinzheim - TuS Schuttern 24:36 (11:16). Völlig entspannt konnte TuS-Coach Axel Schmidt mit seinem Team die Heimreise zum gemeinsamen Abendessen antreten. Dabei konnte er sich den Luxus erlauben, etliche angeschlagene Spieler zu schonen und allen Spielern ordentliche Einsatzzeiten zu geben. Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Gestützt auf eine bewegliche, körperlich überlegene Abwehr, mit einem starken Sascha Rauer dahinter, gestatteten Schuttern dem Einheimischen einen Einstand zum 1:1, ehe die Gäste bis zur 12. Minute zum 3:8 davonzogen. Im Angriff setzte Schutterns Mittelmann Florian Kopf seine Mitspieler gekonnt in Szene, sodass auf Gästeseite jeder Feldspieler zum Torerfolg kam.

Auch in der zweiten Hälfte war der TuS jederzeit Herr des Geschehens. Die körperlich unterlegenen Gastgeber wurden mit schnellem Angriffsspiel unter Druck gesetzt und innerhalb zehn gespielter Minuten war beim 14:24 (40.) der Deckel drauf gemacht. TuS: Rauer, K. John, Krajnc - J. John 2, Kopf 7/2, Schrempp 5/3, Lederer 3, Bürkle 1, Welle 4, Lischke 2, Nienstedt 3, Dittrich 5, Silberer 1, de Weijer 3. (ps). HGW Hofweier - HSG Hanauerland 46:35 (22:16). Solche Spiele bekommt man selten zu sehen. Auf beiden Seiten fielen die Tore wie reife Früchte, Abwehrarbeit war nicht angesagt. Aber der Tabellenführer agierte trotzdem wesentlich disziplinierter, außerdem gingen den Gästen jeweils zum Ende der beiden Spielhälften die Körner aus. Anfangs schien es, als würden die gut ausgebildeten Akteure von Georg Roll dem Tabellenführer große Probleme bereiten zu können. Erst ab dem 12:12 (21.) konnte sich der Spitzenreiter absetzen.

Auch im zweiten Abschnitt ließ sich der Gast lange nicht abschütteln, bis zur 47. Minute (32:28) war noch keine Entscheidung gefallen. Doch danach ging es ganz schnell. Die Spieler von Georg Fischinger nutzten die Fehler des Gegners gnadenlos und effizient aus. Ein klein wenig überrascht zeigte sich der HGW Trainer: "Mit dieser Leistung hab ich nicht unbedingt gerechnet." HGW: Herrmann, Zimmermann 3, Remmel 2, Isenmann 6, Volk 6, Graf 1, Stocker 9/1, Ruf 4, Lehmann, Hackhofer 1, Barbon 3, Stocker 9/3, Mattes 2, Hilger.

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