Lahr Tafel erinnert an Wolfgang Lesers Verdienste

145 Ehrenamtliche arbeiten bei der Lahrer Tafel. Viele von ihnen waren zum Neujahrsempfang gekommen. Foto: Kirche Foto: Lahrer Zeitung

Lahr (red/web). Beim Neujahrsempfang der Tafel Lahr im Hallensportzentrum ist den vielen ehrenamtlichen Helfern gedankt worden. Annedore Braun, Leiterin der Lahrer Dienststelle des Diakonischen Werks im evangelischen Kirchenbezirk Ortenau, begrüßte die Anwesenden. Auch richtete sie Grüße von Juliane Weerenbeck, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Ortenau, aus.

Die Grußworte waren laut einer Mitteilung des evangelischen Dekanats unter die Jahreslosung "Suche Frieden und jage ihm nach!" (Psalm 34,15) gestellt und schlugen damit den Bogen zum Engagement der Tafel-Mitarbeiter, die sich um weniger begüterte Mitbürger kümmern und dafür sorgen, dass diese an günstige Lebensmittel kommen.

Mehr als 200 Tage im Jahr für die Menschen da

"Es wird bei der Tafel an einem gesellschaftlichen Brennpunkt gearbeitet, nämlich an der Grenze zwischen Überflussgesellschaft und Mangelgesellschaft – und das an mehr als 200 Tagen im Jahr", heißt es in der Pressemitteilung. Betont wurde der gute Ruf der Tafel Lahr auch bei den Bürgern in und um Lahr und deren Unterstützung, auch die der Unternehmen, der Stadtverwaltung und des Gemeinderats.

Annedore Braun stellte in ihrer Rede die großartigen Leistungen des im vergangenen Jahr verstorbenen Wolfgang Leser in den Mittelpunkt. Sie erinnerte an sein fortwährendes Engagement in allen Belangen der Tafel Lahr und bezeichnete ihn als Schirmherren der Tafel, bei dem es kein Zögern gab, der sich unverzüglich bemühte, Abhilfe zu schaffen, Spenden zu sammeln oder in Konfliktsituationen zu vermitteln. Sein Motto sei gewesen: "Ich bin vom Leben verwöhnt worden, jetzt gebe ich etwas davon zurück."

Auch die Leiterin der Tafel Lahr, Ingrid Schatz, erwähnte in ihrem Bericht für das Jahr 2018, dass mit dem Tod von Wolfgang Leser eine große Lücke entstanden sei, sie aber beobachte, dass das Team dadurch zusammengerückt sei, denn solch eine Lücke zu schließen sei eine große Herausforderung.

Inzwischen arbeiten 145 Ehrenamtliche in der Tafel, manche bis zu vier Mal in der Woche. Darunter befinden sich Praktikanten, Migranten, Einheimische sowie Freiwillige und Leute, die Sozialstunden leisten. Außerdem berichtete Schatz über die Neuerungen und Veränderungen im vergangenen Jahr wie beispielsweise das neue Klimakonzept im Tafelladen, die Umgestaltung des Mitarbeiterraums oder neue Arbeitsplätze im Aufbereitungsraum. Ingrid Schatz verwies auf die derzeit gute Situation mit ausreichenden Lebensmitteln und die Möglichkeit, weitere Kundenkarten auszustellen, wenn die Aufnahmekriterien erfüllt seien. Auch freue sich die Tafel über neue ehrenamtliche Mitarbeiter, da die Herausforderungen steigen. Für den festlichen Rahmen beim Empfang sorgte die Bläsergruppe für Erwachsene des Musikums Lahr.

Informationen zur Mitarbeit bei der Lahrer Tafel gibt es unter Telefon 07821/ 9 23 76 30 oder per E-Mail an Ingrid.Schatz@diakonie.ekiba.de.

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