Lahr SVO: Vom Jäger zum Gejagten

Unterharmersbach (blaue Trikots) bekommt es mit Spitzenteam FV Sulz zu tun. Foto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Nach vier Spieltagen hat der FV Ettenheim noch immer nicht gewonnen. Mit lediglich einem Zähler steht der FVE auf einem Abstiegsplatz. Gegen den SC Offenburg soll deshalb endlich die Wende her.

(mat). SC Offenburg - FV Ettenheim (Sonntag, 15 Uhr). Es ist ein richtungsweisendes Auswärtsspiel für Ettenheim. In Offenburg muss unbedingt der erste Sieg eingefahren werden. In der Rohanstadt klingeln bereits wieder die Alarmglocken. Man befindet sich noch immer ohne Sieg im Tabellenkeller wieder und möchte endlich die Wende schaffen. Beim 1:1 zuletzt gegen Hausach zeigte die junge Truppe eine ansprechende und vor allem kämpferische und moralische tolle Leistung, denn man musste über weite Strecken der zweiten Halbzeit mit neun Mann agieren. Am Ende war der Punkt durchaus verdient und man konnte Selbstvertrauen tanken. FVE-Coach Thorsten Moser sagt im Vorfeld: "Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie hat wirklich toll gekämpft mit nur neun Mann und hat sich den Punkt am Ende verdient. Offenburg war letzte Saison ein Meisterschaftskandidat, hat aber auch noch nicht richtig in die Saison gefunden. Wenn wir die gleiche Einstellung, wie im letzten Spiel an den Tag legen und die Chancenverwertung besser wird, können wir etwas Zählbares mit nach Hause nehmen." (büh). SV Oberschopfheim - FV Rammersweier (Sonntag, 15 Uhr). Oberschopfheim ist durch einen souveränen 4:1-Sieg im Bezirkspokal über den SV Lautenbach ins Viertelfinale eingezogen. Der Bezirksligaaufsteiger dominierte bereits in der ersten Halbzeit die Partie. Marco Hofstetter brachte Oberschopfheim (19.) mit 1:0 in Führung. Nach einem verwandelten Strafstoß von Julian Burg (27.) und einem Treffer von Fabian Schwend (32.) war die Partie quasi zur Halbzeit schon entschieden. Die Anhänger der Schützlinge um Sebastian Bruch, waren begeistert. Nach dem Seitenwechsel schaltete Oberschopfheim ein bis zwei Gänge zurück. So kassierten die Hausherren den 1:3-Anschlusstreffer. Dennoch war der Einzug in die nächste Pokalrunde nie in Gefahr. Am vergangenen Wochenende überzeugte der SVO mit einem souveränen 4:0-Sieg in Haslach. "Es war eine souveräner Sieg", erklärt Trainer Sebastian Bruch rückblickend. Durch diesen Erfolg kletterten die Schwarz-Gelben wieder an die Tabellenspitze. "Sicherlich ist uns als Aufsteiger ein ganz guter Start gelungen. Doch die Mannschaft und ich können das Ganze richtig einordnen. An einem guten Tag können wir dennoch in der Bezirksliga jeden Gegner schlagen." Der Übungsleiter erwartet mit Rammersweier eine erfahrene Mannschaft. Zuletzt erzielte die Truppe um Umberto Vulcano vor heimischer Kulisse 2:2-Unentschieden gegen den SV Oberwolfach. Wie Sebastian Bruch weiß, gelte es Rammersweiers Topstürmer Mike Hug. "Wir werden versuchen erneut unser Spiel durchzuziehen.“ Bruch muss auf Johannes Wenzel, Steven Roth (beide Urlaub) und den verletzten Dennis Bantle verzichten. Darüber hinaus steht hinter zwei bis drei angeschlagenen Spielern ein Fragezeichen. SC Durbachtal 2 - FSV Seelbach (Samstag, 17.30 Uhr). Während sich der FSV nach zwei Auftaktniederlagen auf dem Weg der Besserung befindet, sucht die Reserve des SC Durbachtal immer noch den Türöffner zum Klassenerhalt. SC Lahr U23 - SV Haslach (Sonntag, 15 Uhr). Der SV Haslach muss aufpassen, dass er nicht schon früh in Zugzwang gerät. Gegen die zuletzt erstmals geschlagene SC-Reserve droht ein weiteres Spiel verloren zu gehen. Dann wäre das Desaster perfekt. FV Unterharmersbach - FV Sulz (heute, 19 Uhr). Chancenlos sieht sich Sulz beim Gastspiel in Unterharmersbach bestimmt nicht. Die Mannschaft von Trainer Markus Eichhorn gehörte in den letzten Jahren immer zu den Spitzenteams der Liga. Und auch in der neuen Runde liegen die Blau-Weißen bislang auf Kurs. In den Offensivkräften Stefan Schwarz und Patrick Ben Aissa und den Lehmann Brüdern Clemens und Matthias  haben die Kinzigtäler ihre Eckpfeiler. Sulz setzte jüngst gegen den starken Aufsteiger Elgersweier, der Unterharmersbach schon auf eigenem Platz bezwang, einen Dreier: "Sensationell wie die Mannschaft in der zweiten Hälfte aufgetrumpft hat. Elgersweier war echt ein starker Aufsteiger", betont Trainer Jan Herdrich, für den die Kampfstärke der Unterharmersbacher keine Unbekannte darstellt: "Die Mannschaften aus dem Kinzigtal allgemein leben vom Einsatz und Kampf. Dennoch fahren wir dahin, um zu punkten", zeigt sich Herdrich kämpferisch. Personell muss der Sulzer Trainer weiterhin auf Jonathan Krüger, Sascha Bohl (Urlaub) und Daniel Bühler (verletzt) verzichten.

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