Lahr SV Oberschopfheim brennt auf den Start

Nicht ins Straucheln geraten will Aufsteiger SV Oberschopfheim im Premierenspiel gegen den FSV Seelbach. Foto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

Der SV Oberschopfheim ist nach dem "Betriebsunfall" Kreisliga zurück in der Bezirksliga. Dort geht es für das Team von Trainer Sebastian Bruch zum Auftakt gegen den FSV Seelbach. Der FV Sulz hat mit Absteiger Hausach eine harte Nuss zu knacken.

 

Mit der Auftaktpartie zwischen dem Zeller FV und dem FV Rammersweier eröffnet der Bezirksfußballausschuss Offenburg erstmals die Fußballsaison 2018/2019 in der Herren-Bezirksliga am heutigen Freitag um 19 Uhr im Stadion des Zeller FV.

Mit insgesamt 18 Mannschaften geht die Bezirksliga Offenburg in die neue Saison und verspricht sehr spannend zu werden. Mit den vier Landesliga-Absteigern SV Oberharmersbach, VfR Willstätt, SV Oberkirch und SV Hausach sowie den drei spielstarken Wiederaufsteigern SV Oberschopfheim, Zeller FV und VfR Elgersweier ist ein attraktives Teilnehmerfeld geboten.

(fis). SV Hausach - FV Sulz (Sonntag, 17 Uhr). Mit neuem Trainer und einer Auswärtspartie startet der FV Sulz in die neue Saison. Beim Landesligaabsteiger SV Hausach wollen die Gelb-Schwarzen nach der überraschenden Pokalniederlage beim A-Ligisten DJK Prinzbach den Ausrutscher wieder wettmachen.

Trainer Jan Herdrich meinte zur misslungenen Generalprobe: "Wir konnten uns über die gesamte Distanz nie an die platzlichen und beengten Gegebenheiten in Prinzbach gewöhnen. Ein frühes Gegentor, ein verschossener Elfmeter und einige gute vergebene Chancen, dann verliert man eben. Der Pokal war in Sulz noch nie von Erfolg gekrönt."

Aufarbeiten und schnell abhaken, denn schon am Sonntag geht die Reise nach Hausach. Die Mannschaft von Trainer Dirk Rudhart hat sich nach dem Abstieg nur unwesentlich verändert. Benjamin Bruckner ist noch einer der bekannntesten Protagonisten der Kinzigtäler. Die Runde wird zeigen, wohin der Weg der Hausacher nach dem Abstieg führt.

Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz, da im Waldstadion in Hausach die Tartanbahn erneuert wird. Wie die Startelf aussieht weiß Herdrich noch nicht: "Ich wollte diese Woche noch die Trainingseindrücke abwarten. Dann kann es durchaus Verschiebungen im Mannschaftsgefüge gegenüber der Partie in Prinzbach geben." Definitiv ausfallen werden Mirko Weidenbach und Ousman Bojang.  (mat). SV Oberwolfach - FV Ettenheim (Samstag, 18 Uhr). Der FVE hat zum Auftakt gleich eine schwere Hürde zu nehmen. Die Rohan­städter mussten in der Sommerpause drei schwerwiegende Abgänge verkraften. Der ehemalige Bundesligaspieler Markus Schuler hat sein endgültiges Karriereende verkündet, Mittelfeldmann Yannick Schrempp zieht es beruflich bedingt zum SV Mörsch und Dauertorschütze Jan Luca Schindler wird eine Pause einlegen. Die Rothosen konnten allerdings einige Neuzugänge verzeichnen und man will versuchen, im Kollektiv die Abgänge zu ersetzen.

Beste Bezirksliga seit Langem

Zudem ist nach einer schweren Verletzung auch Kapitän Jens Enderle wieder an Bord, was dem FVE sicherlich zusätzliche Stabilität verleihen wird. In Oberwolfach wird die Mannschaft direkt auf die Probe gestellt. Die Kinzigtäler haben eine eingespielte Mannschaft und zählen seit Jahren zu den besten Teams der Liga. Coach Thorsten Moser hofft dennoch auf Zählbares: "Uns erwartet eine kampfstarke, kompakte und eingespielte Truppe, die auf ihrem Kunstrasen ihre Stärken ausspielen kann. Wir müssen auf einige Urlauber und Verletzte verzichten, dennoch wollen wir den Kampf annehmen, taktisch clever agieren und mit etwas Zählbarem nach Ettenheim zurückkehren." (tom). SV Oberschopfheim – FSV Seelbach (Sonntag, 15 Uhr). Erneut beginnt aus Seelbacher Sicht die Saison mit einem Aufsteiger-Vergleich. Vergangenes Jahr wurde Fautenbach besiegt, diesmal ist die Ausgangslage ungleich schwieriger. "Oberschopfheim ist nicht als klassischer Aufsteiger zu sehen, über die Qualität des Kaders lässt sich kaum diskutieren", stellt Seelbachs sportlicher Leiter Pa­trick Toth heraus. Und das demonstrierte der SVO auch in Pflichtspielen. Am Montag wurde im Bezirkspokal der SV Schmieheim mit 5:0 besiegt. Die Schuttertäler waren ebenfalls gegen Altenheim und Lahr-West auf Pokalebene siegreich, bewiesen aber Luft nach oben.

"Einige Spieler haben gefehlt, gegen Altenheim war es für Kopf und Beine gut, sich bei den herrschenden Temperaturen über 120 Minuten behaupten zu müssen. Dennoch müssen wir uns steigern", sagt Toth offen. Die Gastgeber werden mit gehörig Euphorie starten, während es für den FSV darum geht, möglichst präsent aus den Startblöcken zu gelangen. "Diese Saison haben wir es qualitativ mit der wahrscheinlich stärksten Bezirksliga in jüngerer Vergangenheit zu tun, da müssen wir von Beginn an aufmerksam sein", weiß Toth. Personell hat sich die Ausgangslage entspannt. Aleksander Fries und Patrick Gür sind wieder eingestiegen, weisen allerdings noch etwas Fitnessrückstand auf. Auch Lukas Janka ist wieder zurück im Training. Einzig bei Patrick Weber (Knie) und Matthias Schweiß (Nasenbein) wird das Mitwirken im Spielbetrieb noch etwas dauern, sie arbeiten sich wieder heran. (js). SC Lahr U23 – SV Oberharmersbach (Sonntag, 15 Uhr). Für die neue Truppe von Andrej Zerr, der weiter talentierte Spieler weiterentwickeln soll, heißt die Priorität „Klassenerhalt“. Beim Gegner aus Oberharmersbach ist nach dem Abstieg die erste Tabellenhälfte das erklärte Ziel. Das müsste der im Kern zusammengebliebenen SVO-Elf eigentlich auch gelingen.

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