Lahr Stiftung unterstützt "Römer"

Große Freude beim Freundeskreis Landesgartenschau über den Bürgerpreis (von links): Kurt Längin, Haiko Holland, Michael Ständer, Katrin Lorenz, Klaus-Peter Blawert, Ulrike Holland und der Vorsitzende Detlef Lingner. Foto: Breuer

Über den Bürgerpreis der Stiftung "Bürger für Lahr" haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises Römer, eine Untergruppe des Freundeskreises Landesgartenschau Lahr, sehr gefreut. Das Preisgeld fließt in die Herstellung von Kostümen.

Lahr. Als besondere Anerkennung haben Ulrike Holland, Vorsitzende des Freundeskreises Landesgartenschau Lahr, und Klaus-Peter Blawert, Koordinator der zwölf Projektgruppen im Arbeitskreis Römer, die Auszeichnung durch die Bürgerstiftung empfunden. Mit 3000 Euro ist der Preis dotiert. Eine Summe, die der Arbeitskreis sehr gut gebrauchen kann, wie Blawert in seiner kurzen Ansprache erklärte. Zwölf Projektgruppen, die den Alltag der damaligen Zeit in unterschiedlichster Weise darstellen wollen, gibt es mittlerweile im Arbeitskreis.

Einen Klassensatz an Kleidung, wie sie die gallorömische Bevölkerung in der Zeit um 150 nach Christus getragen hat, wurde von den Hauswirtschaftlichen Schulen im Mauerfeld bereits angefertigt. Die Trachten sollen Kindern und Jugendlichen, die in Gruppen oder Schulklassen zur Landesgartenschau kommen, die Möglichkeit geben, eine Zeitreise zu unternehmen und nicht nur in die Kleidung, sondern auch in die Rolle der damaligen Bevölkerung zu schlüpfen. Doch auch die Akteure im Arbeitskreis, die den römischen Bereich während der Landesgartenschau bespielen werden, müssen noch eingekleidet werden. Dank des Preisgelds werden die Frauen der Nähgruppe und die Verantwortlichen in der Beschaffung der Materialien etwas entlastet.

Der Freundeskreis habe sich besonders dem Römerhaus mit dazugehörigem Garten gewidmet, dankte Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller dem Vorstand. Daraus sei der Arbeitskreis mit Klaus-Peter Blawert an der Spitze entstanden, der sich abseits der allgemeinen Aufgaben ganz besonders um die Darstellung des Römerlebens kümmere. Die Entscheidung der Bürgerstiftung finde seine volle Zustimmung. Zumal die Aufgabe des Arbeitskreises mit dem Ende der Landesgartenschau nicht aufhöre, sondern auch weiterhin die Museumslandschaft in Lahr bereichern werde.

Das Preisgeld, das war der Wunsch des Stiftungsrats, soll zielgerichtet genutzt werden, erklärte der Vorstandsvorsitzende Christoph Schalk.

"Ich bin gerührt und auch ein bisschen stolz", dankte Blawert den Vorstandsmitgliedern der Bürgerstiftung. Der Preis sei für die Mitglieder im Arbeitskreis Römer eine Ehre, aber auch eine Verpflichtung, der sie in jeder Hinsicht gerecht werden wollten.

Die Feierstunde wurde vom Saxofonquartett "Farbton" mit flott-fröhlichen Stücken umrahmt.

INFO

Freundeskreis der Gartenschau

Der Verein Freundeskreis Landesgartenschau Lahr/Schwarzwald ist im Dezember 2010 gegründet worden, nachdem die Stadt den Zuschlag für die LGS erhalten hatte. Die mit der Blumenschau verbundenen Chancen zu nutzen und das Projekt aktiv zu begleiten, ist der Antrieb des Vereins, wie auf der Internetseite des LGS dargelegt wird. Sein Zweck ist die Förderung der Landesgartenschau in Lahr, die weitere Erhaltung des Geländes sowie die Unterstützung von Kunst und Kultur, Sport und Jugend auf dem Gelände. Der gemeinnützige Verein ist ein Forum für bürgerliches Engagement bei der Planung und Umsetzung der Gartenschau, aber auch für Unterstützung bei Erhaltung und Pflege der Parkanlage sowie bei kulturellen Veranstaltungen.

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