Lahr Stadtgulden: "Kinder in Bewegung" liegt vorne

Lahr. Die Ergebnisse des ersten Durchgangs zum Lahrer Stadtgulden sind ausgezählt. 13 Projekte werden nach der Abstimmung am Samstag jetzt von der Stadt mit insgesamt 93.000 Euro gefördert.

Der Andrang an den Tischen mit den Projekten, die von der Bevölkerung bewertet werden konnten, war enorm. Etwa eine halbe Stunde, bevor das Suppenfest begann, waren in der Halle und im Freigelände sicher 1.000 Lahrer unterwegs. Das Klimpern der Stadtgulden in den Papierkartons, auf denen mit Nummer die jeweiligen Ideen standen, war unüberhörbar. Um 18 Uhr stand das Ergebnis schließlich fest.

"Kinder in Bewegung" hat 247 Gulden bekommen. Das Projekt ist mit 4.300 Euro veranschlagt.

Für eine "Verbesserung der Tierhaltung im Stadtpark" gab es 184 Gulden. Dafür stehen 10 .000 Euro bereit.

"United Lahrtists" hat für die Idee eines "Festivals im Bürgerpark" 161 Gulden bekommen. Die Kosten betragen 10.000 Euro.

"LoRaWAN" möchte ein freies Internet für alle in der Stadt schaffen. Für diese Idee, die mit 9.000 Euro gefördert wird, gab es 155 Gulden.

"Mathe to Go" bekam für die Idee im Wert von 9.800 Euro 148 Gulden.

Für einen "Abenteuerspielplatz in Dinglingen" mit 10 .000 Euro gab es 137 Gulden.

Ebenfalls 137 Gulden bekam die Idee, dass es "Toiletten mit Patientenlifter" in der Stadt geben müsste. "Inklusion braucht Toiletten" ist mit 5.700 Euro veranschlagt gewesen.

Ein "Interkultureller Garten für alle Lahrer und deren Vielfalt" ist mit 109 Gulden gewürdigt worden. Dafür stehen 3.500 Euro bereit.

Das Projekt neue "Fahrradständer an der Eichrodtschule" hat ebenfalls 109 Gulden bekommen. Das Projekt soll 5100 Gulden kosten.

Eine "Pausenbrotaktion" hat 106 Gulden erhalten, das Projekt wird 2.000 Euro bekommen.

"Kultur hautnah" mit "Szene Zwei" bekommt 10. 000 Euro mit 102 Gulden.

Ein "Spazierweg an der Schutter" ist mit 10.000 Euro veranschlagt worden. Mit 95 Gulden kam dieses Projekt als Letztes in die Wertung.

Das Interesse am Stadtgulden blieb den gesamten Tag über beständig. Es gab ein regelmäßiges Kommen und Gehen. Die Bitte an alle Interessierten, den gesamten Tag für die Abstimmung zu nutzen, wurde angekommen. Gut war der Anreiz aber sicher, dass es am Mittag und dann noch einmal von 16 Uhr an viele leckere Suppen zum Stadtgulden gab (siehe Artikel auf der nächsten Seite).

Bürgermeister Guido Schöneboom, Senja Töpfer (Leiterin des Amtes für Soziales, Schulen und Sport), Jakob Crone (für den Stadtgulden verantwortlich) und Ulrike Karl, die das neue Amt für Projektentwicklung leitet, stellten zusammen mit Susann Schäfer (Stabsstelle der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in Stuttgart) die Idee vor. Schäfer lobte generell diese Art Bürgerbeteiligung und wünschte sich, dass diese Art Engagement "ein Teil der DNA einer künftigen Zivilgesellschaft" werden sollte. Annika Brede (Gitarre) und Pauline Bauer (Gesang) begleiteten die Abstimmung am Mittag musikalisch.

Das Interesse, wer denn nun von den Vorschlägen genügend Gulden bekommen hatte, war im Gegensatz zum Andrang um die Mittagszeit allerdings deutlich geringer. Es waren nach 17 Uhr, dem Ende der Abstimmung vielleicht zweihundert Gäste da, die erlebten, wie die Boxen geleert und per Münzzählern die Gulden erfasst wurden.Erfreulich war die Beteiligung bei der Abstimmung. Am Ende hatten 582 Lahrer beim "Tag der Entscheidung" in der Halle jeweils fünf Gulden vergeben. Online hatten zuvor 120 Lahrer bereits ihre Projekte ausgewählt.

Die Live-Auszählung bedeutete, dass Crone die Zahlen, die May und die Maschine ermittelt hatten, in einer Tabelle eintrug, die auf der Leinwand zu sehen waren. Es gab bei vielen Gulden den Jubel der Ideengeber und Beifall zu hören. Drei Mal gab es Fehlalarm. Da war "Falschgeld" im Spiel. Die Gulden sind eigens für diese Projekt geprägt worden und der Automat war nur auf diese Gulden geeicht. Da passten drei Ein-Euro-Münzen eben nicht.

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