Lahr Stadt ist zufrieden mit LED-Lampen

Lahr (ha). Der aktuelle Fortschrittsbericht Energie und Klima sowie das dazugehörende Arbeitsprogramm 2018 bis 2022 ist Thema im Umweltausschuss gewesen. Der Fortschrittsbericht zeigt die Erfolge der Stadt Lahr bei den Bemühungen, den Energieverbrauch zu senken und das Klima zu schonen.

 

Für die städtischen Liegenschaften wurde gegenüber dem Basisjahr 2000 eine Reduzierung der Heizenergie um 15 Prozent ermittelt. Der Stromverbrauch konnte um acht Prozent gesenkt werden, die Einsparungen beim Wasser beziffert der Bericht mit 21 Prozent. Reduziert hat sich auch die Emission von Kohlendioxid und Stickoxid, die begonnene Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen hat den Energieverbrauch um 40 Prozent gesenkt. Positiv schlägt auch zu Buche, dass die Stadt Lahr seit 2013 zu 100 Prozent Ökostrom bezieht. Der Fortschrittsbericht legt erstmals auch Feinanalysen zu ausgesuchten Gebäuden vor. Um Ansatzpunkte für eine energetische Sanierung zu erhalten, wurden die Friedrichschule, das Max-Planck-Gymnasium, die Stadthalle, das Scheffel-Gymnasium und der Südbau des Rathauses untersucht.

Das beigefügte Arbeitsprogramm 2018 bis 2022 listet mehr als 120 Maßnahmen auf, die schrittweise in Angriff genommen werden. Alleine, um die Umrüstung der Straßenbeleuchtung zu beschleunigen, sollen jährlich zusätzlich 200 000 Euro fließen. Die Einführung eines Leihsystems für Fahrräder soll 2018 mit einem Betrag von 620 000 Euro angestoßen werden. Die Umsetzung des energetischen Schulsanierungskonzeptes wird bis 2022 mit mehr als 16 Millionen Euro zu Buche schlagen. Entsprechende Fördermittel sollen hier beantragt werden.

Kritik an Beleuchtungsanlagen

In der Diskussion wurde auch Kritik laut. Für die Bekämpfung des Klimawandels sei es wichtig, den Gesamtverbrauch an Energie und die Schadstoffemission zu senken. Bei der Umrüstung auf LED sei darauf zu achten, dass die Lichtverschmutzung nicht weiter zunehme. Besonders kritisch wurden Beleuchtungsanlagen bewertet, die Gebäude von unten beleuchten. Auf Antrag von Claus Vollmer (Grüne) wurde in den Maßnahmenkatalog die Möglichkeit aufgenommen, bei der Erstellung von Bebauungsplänen und dem Verkauf von städtischen Grundstücken, gewisse Heizsysteme vorschreiben zu können.

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