Lahr Spiele können auch im Risikogebiet Ortenau stattfinden

Ob am Wochenende noch Zuschauer in die Hallen – hier in Altenheim – dürfen, ist noch offen. Derzeit warten die Verbände auf die neue Corona Verordnung Sport. Foto: Künstle

Am Dienstag wurde der Ortenaukreis erstmals Corona-Risikogebiet, die Sieben-Tage-Inzidenz überschritt den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche.

Härte Maßnahmen sind derzeit nicht zu erwarten, da auch die Landesregierung Pandemielevel drei ausgerufen hat. Der Amateursport ist davon jedoch vorerst noch nicht betroffen, derzeit geht man bei den Verbänden davon aus, dass der kommende Spieltag absolviert werden kann.

Doch bei Vereinen wächst die Unsicherheit, der VC Offenburg etwa empfiehlt seinen Mannschaften, vorübergehend nicht am Spielbetrieb teilzunehmen.

Etwaige Strafen werde der Verein übernehmen, heißt es in einer Stellungnahme zu der Entscheidung des Verbands, den Wettkampfbetrieb wieder aufzunehmen, nachdem der Spieltag zuvor in Südbaden abgesagt wurde.

Wäre der VCO ein Handballverein, so stünde er wohl nicht vor diesem Dilemma. Denn im Gebiet des Südbadischen Handballverbands (SHV) können Spiele mit Beteiligung von Teams aus Risikogebieten kostenfrei abgesetzt und verlegt werden. Der Antrag auf Absetzung ist bis zum jeweiligen Freitag, 10 Uhr, zu stellen.

Sollte der Inzidenz-Wert erst danach die 50 überschreiten, ist auch eine spätere Verlegung möglich. Dieses Angebot könnten fürs Wochenende – immer vorausgesetzt, der Ortenaukreis bleibt Risikogebiet – somit alle Vereine aus der Region wahrnehmen.

Eine erste Verlegung wurde am Mittwoch bekannt: Die Landesliga-Partie zwischen dem TuS Ringsheim und Zunsweier wurde auf Zunsweierer Wunsch hin verlegt, erzählte Ringsheims Trainer Kim Kursch. Er selbst habe dafür vollstes Verständnis.

Einen Zwang, Spiele in Hotspot-Regionen zu verlegen, gibt es jedoch nicht, wie SHV-Präsident Alexander Klinkner vor einer Woche den Vereinen in einem Schreiben mitteilte. "Der Wettkampfspielbetrieb ist in Stadt-/Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 grundsätzlich erlaubt, es sei denn, die lokalen Verwaltungsbehörden verbieten diesen ausdrücklich", so Klinkner.

Bislang wurde in der Region von den Behörden jedoch keine Maßnahme, die den Sport betrifft, verkündet.

Beim Südbadischen Fußballverband (SBFV) plant man derzeit keine generelle Regelungen für den Spielbetrieb von Teams aus Risikogebieten. "Wir reagieren weiterhin – wie bisher auch – über unsere Corona-Hotline auf einzelnen ›Fälle‹, beziehungsweise lokale ›Beschränkungen‹ beziehungsweise Verordnungen/Verfügungen", erklärt Thorsten Kratzner, stellvertretender Geschäftsführer sowie SBFV-Pressesprecher.

Zuschauerfrage ist noch nicht final geklärt

Grundsätzlich weiß man den Verbänden jedoch, dass alle Aussagen mit dem Zusatz "vorerst" versehen werden sollten. So stellte der SHV auf seiner Homepage klar, dass durch die neue Corona-Verordnung (gültig seit Montag) keine großen Änderungen für die Vereine enthält, auch der Trainingsbetrieb könne weiterlaufen.

Man erwarte jedoch noch in dieser Woche eine neue Corona Verordnung Sport. In dieser dürften dann viele offene Fragen – unter anderem auch die Zuschaueranzahl – beantwortet werden.

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