Lahr SPD-Politiker greifen zum Spaten

Baumpflanzaktion auf dem Langenhard (von links): Roland Hirsch, Gabi Rolland, Claus Schmiedel, Udo Baum, Walter Caroli, Andre Baumann, Sabine Wölfle und Johannes Fechner Foto: Breuer Foto: Lahrer Zeitung

Von Christine Breuer

Lahr. Besonderer Besuch für das Nationale Naturerbe Langenhard: Gestern besuchte die SPD-Landtagsfraktion das Gebiet um die Ökologiestation und pflanzte eine Rotbuche.

Warum gerade eine Rotbuche gepflanzt wurde, dafür hatte Walter Caroli, Initiator des Naturerbes Langenhard, eine amüsante Erklärung. Er setzte die Eigenschaften des Baums mit denen der SPD in Verbindung. Unter natürlichen Bedingungen, sagte Caroli, bedecke die Rotbuche den größten Teil Deutschlands. Das Wachstum halte bis ins hohe Alter an, die Rotbuche sei relativ stabil und krisenfest. Nur die Buchenschleimflusskrankheit könne den Baum sehr schädigen. "Also", riet der den SPD-Genossen, "zieht keine Schleimspur, das könnte schädlich sein".

Mit gemeinsamer Anstrengung wurde eine junge Rotbuche offiziell gepflanzt. Das heißt, eigentlich saß sie ja schon im Boden. Es galt nur noch, die Wurzeln auch mit Erde und Mulch zu bedecken. Beherzt griffen Claus Schmiedel, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, Andre Baumann, Landesvorsitzender des Naturschutzbunds, die Landtagsabgeordneten Gabi Rolland und Sabine Wölfle sowie der Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner zu den Spaten und begannen unter der fachmännischen Aufsicht von Walter Caroli und Udo Baum, Vorsitzender der rund 1200 Mitglieder zählenden Nabu-Ortsgruppe Lahr, zu schaufeln, bevor sie sich bei einem Rundgang das Nationale Naturerbe Langenhard genauer anschauten.

Die neu gepflanzte Rotbuche soll Insekten, Vögeln und Fledermäusen zusätzlichen Lebensraum bieten. Nach Auskunft von Walter Caroli ist die Rotbuche in der Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Richtlinie besonders geschützt. Wesentliches Ziel der FFH-Richtlinie ist die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt.

Dieses Ziel soll mit dem Aufbau des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 erreicht werden. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, Gebiete zu nennen, zu erhalten und zu entwickeln, in denen Arten und Lebensräume von europaweiter Bedeutung vorkommen.

Das Ziel der SPD-Landtagsfraktion an diesem Tag war etwas kleiner. Mit ihrem Besuch wollten die Landespolitiker ihre Verbundenheit zum Nationalen Naturerbe Langenhard und zum Naturschutz bekennen.

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