Lahr SPD geht selbstbewusst ins Wahljahr

Blicken optimistisch in die Zukunft (von links): Karl-Rainer Kopf, Heike Wieseke, Mark Rinderspacher, Roland Hirsch, Walter Caroli, Johannes Fechner, Stefanie Kremling-Deinert und Wolfgang G. Müller Foto: Haberer

Lahr - Die Lahrer SPD hat sich bei ihrem Neujahrsempfang auf die kommenden Aufgaben eingestimmt. In einem Redebeitrag forderte Walter Caroli die Genossen auf, selbstbewusst und engagiert für Demokratie, Freiheit und Toleranz einzutreten.

Das zurückliegende Jahr sei nicht immer einfach gewesen und für Sozialdemokraten alles andere als rosig verlaufen, wie Mark Rinderspacher, Vorsitzender des Stadtverbands, beim Neujahrsempfang in der "Dammenmühle" betonte. Die Umfragewerte der Partei seien im Keller, der erneute Gang in die große Koalition habe sich für die Partei bisher nicht ausgezahlt. Die SPD habe die Kröte geschluckt, ackere aber noch immer ohne zählbaren Erfolg im Maschinenraum des Regierungsdampfers.

Selbstbewusster Aufbruch und Rückbesinnung auf sozialdemokratische Werte

Zumindest in Lahr scheint aber ein spürbarer Ruck durch die Reihen der Genossen zu gehen. Über dem Neujahrsempfang an Sonntagabend wehte der Geist eines durchaus auch selbstbewussten Aufbruchs, eine Rückbesinnung auf sozialdemokratische Werte und großer Errungenschaften in der langen Geschichte der ältesten demokratischen Partei Deutschlands.

Zwischen den einzelnen Redebeiträgen wurden immer wieder Lieder der Arbeiter- und Bürgerrechtsbewegung angestimmt, das "Hecker-Lied" und "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit", die Hymne der Partei. Rinderspacher, der Kreisvorsitzende Karl-Rainer Kopf und der Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner betonten unisono den Gestaltungswillen der Partei und die Notwendigkeit, offensiv in das politische Geschehen einzugreifen. Bei den im Mai anstehenden Kommunalwahlen müsse das Ziel sein, erneut stärkste Kraft im Gemeinderat zu werden. Bei der zeitgleich stattfindenden Europawahl gelte es, ein Zeichen zu setzen für ein selbstbewusstes und geeintes Europa. Ein Europa, das nicht in die Hände von Populisten und Nationalisten fallen, vor Autokraten wie Putin und Erdogan oder auch Donald Trump einknicken dürfe, wie Fechner betonte.

Anstehende Wahlen im Blick behalten

Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller und der Fraktionsvorsitzende Roland Hirsch hoben den Lahrer Aspekt hervor, die Tatsache, dass in der zu Ende gehenden Legislaturperiode in Lahr vieles erreicht und umgesetzt wurde, was sich die SPD auf die Fahne geschrieben habe. Die Fortsetzung des Werks gelte es bei der Kommunalwahl, aber auch bei der im Herbst anstehenden Wahl eines neuen OBs fortzuschreiben. "Ich hoffe, dass mein Nachfolger wieder das SPD-Label trägt", so Müller. Besonders engagiert meldete sich Walter Caroli zu Wort, der die historische Bedeutung der SPD, die Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts, hervorhob. "Auf geht’s, SPD, voran", lautete die Losung des früheren Landtagsabgeordneten, der auch angeregt hatte, unter dem Banner der "Roten Socken", dem von Helmut Lind geleiteten Chor des Kreisverbands, wieder einmal Arbeiterlieder anzustimmen.

Die Lahrer SPD ist für die Wahl am 26. Mai gewappnet. Bereits Ende des vergangenen Jahres hat sie die 32 Kandidaten für die Gemeinderats- und die zwölf Kandidaten für die Kreistagswahl bestimmt. Die Liste für den Gemeinderat führen Roland Hirsch, Stefanie Kremling-Deinert und Walter Caroli an. Auf der Kreistagsliste stehen Wolfgang G. Müller, Heike Wieseke und Guido Schöneboom ganz oben.

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