Lahr Selbst der Wettergott gratuliert

Vier Tage lang waren die Macher des 70. Lahrer Pfingstturniers im Dauereinsatz, um die rund 400 Gäste zu versorgen. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Denn die HC-Verantwortlichen ziehen ein positives Fazit der Jubiläumsausgabe.

Es wirkte fast, als hätte der Wettergott den Lahrer Turnierverantwortlichen ein besonderes Geburtstagsgeschenk machen wollen. Sonne satt hieß es nämlich bei der 70. Auflage des Pfingstturniers des HC Lahr. Vier Tage lang hatten sich 16 Team auf dem Großfeld und sogar deren 22 auf dem Kleinfeld an der Sportanlage Unterer Dammen bei bestem Wetter ausgetobt, bevor Petrus pünktlich nach der Siegerehrung am Montagnachmittag seine Himmelsschleusen öffnete.

"Da hatten wir echt Glück", freute sich HC-Vorstandsmitglied Norbert Wilhelm nach Turnierende, als sich die letzten müden Gäste langsam verabschiedeten. Und nicht nur mit dem Wetter zeigte sich Wilhelm vollkommen zufrieden, auch der Ablauf des Turniers verlief komplett nach Wunsch. Bei wem er sich dafür bedanken konnte, wusste Wilhelm sofort: "Ich bin wirklich stolz auf unsere vielen Helfer, ohne die die Organisation und Durchführung einer so großen Veranstaltung überhaupt nicht möglich gewesen wäre", so Wilhelm über die zahlreichen fleißigen Vereinsmitglieder, Eltern und Ehepartner, die sich vier Tage lang um die teils von sehr weit angereisten rund 400 Gäste gekümmert hatten.

Nachdem das Turnier in den letzten Jahren immer mehr zu einer reinen Spaßveranstaltung verkommen war, wo zum Leidwesen der HC-Verantwortlichen und der Anwohner des Öfteren auch über die Strenge geschlagen wurde, haben die Macher inzwischen die Notbremse gezogen: "Der sportliche Aspekt soll bei uns wieder im Vordergrund stehen", erläutert der 1. HC-Vorsitzende, Bernd Dahlinger. Vor allem mit strengeren Alkoholkontrollen und schriftlichen Bestätigungen der teilnehmenden Vereine im Vorfeld, dass die Regeln respektiert werden, will der Hockey-Club Lahr dem Problem Einhalt gebieten.

Zwar würden einige Klubs aufgrund der neuen Sitten in Lahr nun die Ortenau nicht mehr ansteuern, bestätigt Dahlinger, dennoch hätte sich der HC auch in diesem Jahr wieder vor Anfragen von Vereinen kaum retten können: "Es haben sich deutlich mehr Mannschaften angemeldet, als wir hier überhaupt unterbringen konnten. Deshalb mussten wir am Ende sogar einigen Teams absagen."

Auch HC-Jugendwartin Stefanie Kremling-Deinert zog ein positives Fazit der Veranstaltung, während sie sich von den Gästen aus Großbritannien verabschiedete. "Alle haben sehr gut mitgezogen. Für den Verein ist dieses Turnier unglaublich wichtig, da darüber alle unsere Mannschaften finanziert werden", so Kremling-Deinert, die am Montagnachmittag dennoch froh war, als endlich alles vorbei war: "Für mich geht das Turnier ja bereits mit den ganzen Anschreiben und Anfragen im Januar los", erklärt die Jugendwartin. "Jetzt freue ich mich auf eine Runde Schlaf."

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