Lahr Seepark-Zelt ist Geschichte

Es dauerte nicht lange, da lag das Zelt im Seepark bereits am Boden. Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Die Landesgartenschau ist seit 14 Tagen zu Ende. Die drei Parks werden öffentlich werden. Derzeit versperren noch Zäune und Wachmänner den Weg. Der Rück- und der Umbau sind in vollem Gang. Wie sieht es dort genau aus?

Lahr. Das Zelt für die Großveranstaltungen im Seepark ist am Mittwoch und am Donnerstag abgebaut worden. Fachkräfte haben das Zelt "abgelassen" und die Rundbögen auf die Seite gelegt. Dann haben ein Dutzend Mann die Planen zusammengerollt und die massive Konstruktion so zerlegt, dass alles abtransportiert werden kann.

Im Seepark sind gerade am ehesten Veränderungen zu erkennen. Wo sich bei Gregor Meyle oder "Orso" mehrere Tausend Gäste tummelten, herrscht jetzt Leere. Nur die weite Kiesfläche zeigt an, dass hier irgendwann wieder Großveranstaltungen möglich sein werden. Sicher ist, dass die Anschlüsse im Boden bleiben. Bei einem Rundgang des Gemeinderats am 13. Oktober wurde hier diskutiert, ob der Kies durch sogenannte Rasenpflastersteine ersetzt werden könnte.

Der Treffpunkt Ortenau ist ebenfalls verschwunden. Auch "Woodhenge" war keine Anlage, die hier überdauern würde. Das hatte Richard Sottru, Leiter der Abteilung öffentliches Grün, auf Nachfrage bereits beim Rundgang so erklärt. Die Holzstämme haben kein Fundament, was heißt, dass das Holz sehr schnell faulen würde.

Beachvolleyballfeld in der Nähe des Sees geplant

An der Stelle des an das jungsteinzeitliche Stonehenge in England angelehnten Holzkreises ist ein Beachvolleyballplatz geplant – was die künftigen Badegäste und jüngeren Besucher sicher freuen wird.

Von der evangelischen Hirtenhütte sind am Donnerstag um die Mittagszeit nur noch die Eckpfeiler zu sehen. Diese werden gerade abmontiert, für den Transport zu einem neuen Standort. Auch das war bereits vor der Eröffnung der Landesgartenschau klar. Das Haus am See soll ab Freitag, 9. November, wieder öffnen. Ein Teil der Promenade in der Nähe zum Restaurant bleibt deswegen befestigt. Da haben die Gastronomen also künftig die Möglichkeit, Gäste bei Veranstaltungen im Freien zu bewirten.

Im Kleingartenpark, das erklärt Petra Sattler, die bei der LGS-Gesellschaft die Öffentlichkeitsarbeit betreut, wären die Aussteller der einzelnen Schaugärten derzeit noch mit Ausräumen und dann mit dem Abbau beschäftigt. Hier verschwinden das Café und die Bühne ebenfalls. Dafür wird der interkulturelle Garten sicher erhalten bleiben, ebenso die Anlage der Obst- und Gartenbaufreunde.

Das Jugendcafé "Wildberry", der grell-dekorierte Waggon der SWEG im Bürgerpark, hat einen Unterstellplatz gefunden, bis irgendwo in der Stadt ein neuer Platz gefunden wird. Einige Gemeinderäte dachten beim Rundgang da an den Urteilsplatz, wo diese Art Zug einmal verkehrte. Das aber ist derzeit ebenfalls noch Zukunftsmusik.

Die Kita Plus am Eingang des Bürgerparks ist – wie die gesamte Ausstellung über – in Betrieb. Die Hallen, in denen der Treffpunkt Baden-Württemberg residiert hat und die insgesamt 13 verschiedenen Ausstellungen mit Blumen, werden jetzt als Sporthallen in einem lange geplanten zweiten Bauabschnitt weiter ausgebaut. Da, wo das große Gastronomiezelt stand, wird dann auf einem Fußballplatz gekickt werden.

Einige nützliche und schöne Dinge aus dem Inventar der Landesgartenschau-Gesellschaft werden bei einem "Markt der Erinnerungen" zum Verkauf angeboten. Dieser findet am Freitag, 2. November, von 10 bis 18 Uhr, am Samstag, 3. November, von 10 bis 16 Uhr und am den Tagen 5., 6. und 7. November von 14 bis 18 Uhr in der Mehrzweckhalle der Sporthalle Plus im Bürgerpark statt. Der Zugang der Besucher ist über den Parkplatz der Sporthalle Plus möglich (ehemalige Jugendverkehrsschule). Eine andere Zufahrt gibt es über den Mauerweg 3 oder die Kreuzung Martin Luther-Straße/Römerstraße.

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