Lahr "Sechser im Lotto für die städtebauliche Entwicklung"

Tobias de Haën informierte über den Stand der Bauarbeiten. Foto: Breuer Foto: Lahrer Zeitung

Lahr. Mit einem Rundgang auf dem Gelände der Landesgartenschau hat die Lahrer SPD ihr Sommerprogramm eröffnet. Dabei bezeichnete der SPD-Fraktionsvorsitzende Roland Hirsch die Gartenschau als "Sechser im Lotto für die städtebauliche Entwicklung".

 

Die Baustraßen lassen die zukünftigen Spazierwege schon erahnen, Stützmauern zeigen die Form des Stegmattensees an, und auch die Via Ceramica ist durch die Linden, die noch mit einem Bambusgerüst in den Kronen stehen, als solche schon zu erkennen. Die Teilnehmer der SPD-Sommertour zeigten sich beeindruckt. Gut eineinhalb Stunden waren sie mit Tobias de Haën, einer der beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft, auf dem 38 Hektar großen Schaugelände unterwegs. Wobei sie allerdings noch die bisherige Röhrenunterführung am Radweg von Mietersheim in den Götzmann und die Überquerung der B 36 in Kauf nehmen mussten, um vom Stegmattenpark in den Bürgerpark zu wechseln. Denn die Fußgänger- und Radwegrücke, die die Bundesstraße überqueren wird, ist noch nicht fertig. Das Aufhängen ist zwar schon für die kommenden Herbstferien geplant. Aber auch dann wird sie noch nicht passierbar sein. Denn sie soll erst mit der Landesgartenschau eröffnet werden.

Die Teilnehmer hatten viele Fragen, die de Haën auch alle beantworten konnte. "Es ist toll zu beobachten, wie sich alles entwickelt", sagten zwei Anwohnerinnen, die beim Rundgang dabei waren. Sie stünden immer wieder auf ihrem Balkon und beobachteten das Treiben.

Günter Noll, Ortschaftsrat in Hugsweier, hatte eine Anregung für den Geschäftsführer. Er sieht am Stegmattensee die Möglichkeit, eine Joggingstrecke mit unterschiedlichen Längen auszuweisen. Die würde seiner Überzeugung nach sicherlich nicht nur gut angenommen werden. Der Betrieb, der durch die Sportler entstünde, würde auch eine Art soziale Kontrolle bieten. Unfug würde somit eingeschränkt.

Wenn eine Landesgartenschau in ein städtebauliches Konzept integriert werde, wie es in Lahr der Fall ist, sei das immer ein Garant für Erfolg, so de Haën. "Alles in allem liegen wir gut im Zeitplan", berichtete der Gartenbauarchitekt. Das Gelände der neuen Kita ist vorbereitet, und auch mit dem Bau der Sporthalle soll bald begonnen werden. Der Baubeginn des Kleingartenparks ist ebenfalls für die Herbstferien vorgesehen. "Wir haben jetzt noch gut eineinhalb Jahre Zeit", sagte de Haën. Und "bis jetzt hat es noch keine Landesgartenschau gegeben, die nicht rechtzeitig fertig geworden wäre."

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