Lahr Schüler sollen für Pflegeberufe interessiert werden

Vertreter des Klinikums, des Ortenaukreises als Schulträger und der Maria-Furtwängler-Schule unterzeichnen den neuen Kooperationsvertrag. Vorn Pflegedirektorin Kathleen Messer (links) und die stellvertretende Direktorin Christina Seebeck.Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Lahr. Die Maria-Furtwängler-Schule und das Klinikum Lahr-Ettenheim haben am Montag einen neuen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Im Klinikum machen – wenn man von der derzeitigen Ausnahmesituation der Corona-Pandemie absieht – etwa 100 Schüler im Jahr Praktika. Das Hauswirtschaftliche Gymnasium bildet mit den verschiedenen Schulabschlüssen einen guten Zugangsweg, um Jugendliche für Berufszweige zu interessieren, die mit Pflege beschrieben werden. Die Mitarbeiter können den Schüler dazu Einblicke in den Alltag im Krankenhaus geben und erklären welche verschiedenen Berufe hier angeboten werden.

Kathleen Messer, Pflegedirektorin am Klinikum und Christina Seebeck, die stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums, würdigten und unterzeichneten den Vertrag. Bernhard Kohler, Leiter des Amts für Schule und Sport im Landkreis. Peter Fuchs, Leiter der Schule im Klinikum und Markus Walter von der Servicestelle Schule und Wirtschaft im Land, stellten die Vorteile für beide Partner vor.

Die promovierte Medizinerin Seebeck hatte die zuvor eher informelle Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus auf den Weg gebracht und ist bei der Klinikverwaltung sowie im Pflegedienst auf offene Ohren gestoßen. Ein wichtiger Grund für die neue Bildungspartnerschaft sind einerseits die Entwicklung der Gesellschaft, Stichwort Alterspyramide, und die damit verbundene Bedeutung der Pflege im Allgemeinen. Messer ergänzte, dass man mit der nun gefestigten Partnerschaft jungen Menschen eine weitere Hilfe auf dem Weg zum eigenen Beruf geben würde. Walter freute sich, dass man diese zuvor eher lockere Kooperation mit dem Vertrag nun in eine "feste und bedeutende Partnerschaft auf gesunden Beinen" umgewandelt habe.

Peter Fuchs als Leiter des Bildungszentrums wies auf die Schnittstelle zwischen einem Bildungsauftrag und einem Versorgungsauftrag hin. Gerade das Lahrer Hauswirtschaftliche Gymnasium mit der sozialen Ausrichtung würde Schülern Ideen vermitteln, die für den Bereich Pflege von Bedeutung sind. Kohler ergänzte, dass man damit die Zukunft von Schülern auf ihrem Weg zu einem Beruf und dem steigenden Bedarf, den es in der Pflege generell geben würde, besser vermitteln würde.

Auf Nachfrage erklärten Seebeck und Messer, dass mit der Bildungspartnerschaft gemeinsame Ziele in der Schule wie im Klinikum verbindlich festgelegt werden. Der Austausch werde damit weiter intensiviert.

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