Lahr Schüler gehen auf "Job-Expedition"

15 Lahrer Firmen laden Schüler zur völlig neuen Ausbildungs-Safari ein. Die "Job-Expedition" startet in den Osterferien. Foto: Braun Foto: Lahrer Zeitung

Um an beruflichen Nachwuchs zu kommen, bieten 15 Lahrer Industriefirmen in den Osterferien ein neues Programm für Jugendliche an: Schüler gehen auf "Job-Expedition" und können kompakt in vier Ausbildungsberufe hineinschnuppern.

Lahr. "Wir wollen nicht über die Ausbildungslage jammern, sondern handeln!" Unternehmer Ralf Leser gibt klar vor, was sich seine Kollegen der Almi und er zum Ziel gesetzt haben, um junge Menschen für Ausbildungsberufe in Lahr zu interessieren. Hinter Almi steckt die "Arbeitsgemeinschaft der Lahrer mittelständischen Industrie-Unternehmen". Ein loser Zusammenschluss von Firmen, die Lobbyarbeit für die heimische Industrie machen. Das Azubi-Projekt ist das jüngste Vorhaben. Und ein richtig großes. Das wurde bei der Pressekonferenz am Mittwoch deutlich.

 Das Projekt: "Job-Expedition" nennt sich die Aktion, die in den Osterferien stattfindet, vom 3. bis 6. April, nach den Feiertagen. "Wir wollen gemeinsam mit den Schülern auf Expedition gehen. Denn auch für uns Organisatoren ist die Sache ein spannendes neues Unterfangen", erklärt Ralf Leser.

 Die Ausgangslage: Immer mehr mittelständische Firmen tun sich schwer, Ausbildungsplätze besetzt zu bekommen. Es fehlt schlicht an Bewerbern. Viele Schüler zieht es nach der Schulzeit an die Universitäten. "Dabei haben die Industrie-Unternehmen richtig viele interessante Ausbildungen anzubieten, die die Schüler und ihre Eltern oft gar nicht kennen", erklärt Markus Kaufmann, Chef der gleichnamigen Druckerei in Lahr mit seinen 250 Mitarbeitern. Ein Dutzend Azubis sind bei ihm beschäftigt. Er zählt in der Almi-Gruppe zu den größten Arbeitgebern.  Die Idee: Die Schüler ab 14 Jahren nutzen die Osterferien, um an vier Tagen in vier verschiedenen Betrieben Berufsluft zu schnuppern. Zwei Berufe kann man sich frei aussuchen, zwei weitere werden je nach Verfügbarkeit von den Organisatoren hinzugewählt. Jeder Teilnehmer kommt also in vier Firmen.

 Der Ablauf: Täglich von 9 bis 16 Uhr werden die Schüler in den vier Betrieben betreut, schauen Azubis über die Schulter, dürfen ausprobieren und können sich bei den Ausbildern informieren. Eltern der Schüler bekommen bei Interesse nach 16 Uhr eine Firmenbesichtigung angeboten.  Die Kosten: Die "Job-Expedition" ist für die Teilnehmer kostenlos.  Die Begrenzung: Es werden maximal 200 Schüler in die Aktion der Unternehmen aufgenommen. Damit ist klar: Wer zuerst bucht, schnuppert zuerst.  Die Schularten: Teilnehmen sollen Schüler aller weiterführenden Schularten, von der Hauptschule bis zum Gymnasium. Haupt- und Realschüler zählen traditionell zu den eifrigsten, die eine Ausbildung starten. Doch auch Lahrer Gymnasiasten sollen gezielt umworben werden. Die Gymnasien hätten starke Unterstützung signalisiert.

 Die Party: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Wer alle vier Betriebe absolviert hat, darf sich auf einen Abschlussabend im Schlachthof freuen. Dort findet am letzten Tag eine Party statt, die von der Almi organisiert wird.

 Die Firmen: Dabei sind folgende Lahrer Betriebe: Badische Offsetdruck Lahr GmbH, Cepa, Eichner Bau, FS-Etiketten, Galvanoform, Druckhaus Kaufmann, Leser Verpackungen, Nela, Nestler, Polar-Form, Rubinmühle, Schwarzwald-Eisen, Stihler, Wagner und Welter Zahnrad.

 Die Unterstützung: Stadt Lahr und die Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein unterstützen die Kampagne. Die Kosten für die Werbung über Anzeigen, Handzettel & Co. tragen die 15 Firmen jedoch komplett alleine. Wie hoch der Aufwand ist, wurde nicht mitgeteilt.

 Die Anmeldung: Das geht alles online und sehr einfach. Auf der Internetseite www.jobexpedition.de kann man sich seit Donnerstag anmelden.

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