Lahr SC Lahr steht bereits voll im Saft

Kehls Yacine Abdessadki verrichtete im Pokal gegen den TuS Oppenau viel Laufarbeit. Foto: Fissler Foto: Lahrer Zeitung

Der SC Lahr, der Offenburger FV und Kehl haben ihre Pokalpartien allesamt gewonnen. Doch während der OFV und der Sportclub relativ problemlos in die nächste Runde einzogen, hatte der KFV große Probleme. Vor allem in der Abwehr hakt es noch.

(tom). SC Lahr – FC Waldkirch (Samstag, 15.30 Uhr). Nach dem gelungenen Pflichtspiel-Start am Dienstagabend im Pokal startet Verbandsligist SC Lahr am Samstag auch in die Meisterschaft. Eine Begegnung, die es in sich hat, denn beide Mannschaften konnten in der Vergangenheit bereits mehrfach Erfahrungen miteinander sammeln. Der Lahrer Motor konnte unter der Woche vom Trainings- sofort auf den Wettkampfmodus umschalten.

Die Pokalbegegnung bei Ligakonkurrent Kuppenheim erwies sich dabei als wertvoller Vorteil. "Das war ein ernstzunehmender Test bei einem Ligakonkurrenten, noch dazu einem der sehr unbequemen Sorte. Gerade für unsere Spieler, denen die Verbandsliga-Erfahrung noch fehlt, war das genau der richtige Start", bemerkt Lahrs sportlicher Leiter Petro Müller. Die Leistung zum Pflichtspielauftakt fiel, natürlich abgesehen vom positiven Resultat, in großen Teilen bereits vielversprechend aus. In Ansätzen war das Kombinationsspiel, wie es die Blau-Schwarzen in dieser Saison zeigen wollen, zu sehen. Allerdings gab es auch noch genügend Aspekte, die es aus Sicht von Mannschaft und Verantwortlichen zu verbessern gilt. "Es war ordentlich für ein erstes Spiel, aber in der Liga wird es ebenso wichtig sein, die Startblöcke erfolgreich zu verlassen", so Müller. Die Gäste aus dem Breisgau haben sich personell durch mehrere Zu- und Abgänge in Teilen neu aufgestellt. Zu einem kleinen Wiedersehen kommt es mit Josef Kassassir, der Lahr in der Winterpause verließ und in den Breisgau wechselte. Der offensive Mittelfeldspieler stand zum Heimauftakt gegen Rielasingen-Arlen bereits in der Startelf. Und gerade der überraschende 2:2-Punktgewinn auf heimischem Platz wurde auf Lahrer Seite aufmerksam verfolgt. "Das unterstreicht nur nochmals, wie ernst wird Waldkirch nehmen müssen", zeigt Müller auf. Es ändert aber auch nichts am Anspruch der Ortenauer, den Heimauftakt nach intensiver Vorbereitung siegreich zu gestalten. "Wir spielen auf Sieg, wollen gleich in einen guten Lauf kommen." Abgesehen von den Langzeitverletzten fehlt lediglich Joe Obosso, der Einsatz Violand Kerellajs nach seiner Ampelkarte im Pokal entscheidet sich noch. (jn). SV Endingen - Offenburger FV (Sonntag, 17 Uhr). Gegenüber dem OFV hat der Gastgeber nach einer 4:1-Heimspielniederlage vor Beginn der Winterpause noch eine Rechnung offen. Zwar haben mit Lukas Metzinger und Jan Torres zwei Leistungsträger den SVE verlassen, doch darf der Gastgeber dennoch nicht unterschätzt werden, denn mit Florian Metzinger und den Neuzugängen Adriano Spoth (Freiburger FC) sowie Marius Fischer und Marcel Vetter (beide Bahlinger SC) hat sich das Team für die neue Saison verstärkt. Der SVE besticht vor allem durch seine Heimstärke und agiert in der Defensive erfahrungsgemäß sehr kompakt und diszipliniert.

Der 3:1-Sieg des OFV in der ersten Pokalrunde gegen den Landesligisten Elchesheim war für den Einstieg in die Saison durchaus wichtig. Der Sieg des OFV war verdient und hätte aufgrund des Chancenplusses durchaus höher ausfallen können. Möglicherweise muss OFT-Trainer Florian Kneuker in Endingen neben den Langzeitverletzten auch auf Spielmacher Louis Beiser-Biegert verzichten, der mit Leistenproblemen im Pokalspiel ausgewechselt werden musste. Außerdem steht hinter dem Einsatz von Abwehrspieler Artur Baitenger, der mit Schambeinproblemen belastet ist, ebenfalls noch ein Fragezeichen. (fis). 1. SV Mörsch - Kehler FV (Sonntag, 15 Uhr). Nach der Niederlage im ersten Saisonspiel gegen Lörrach/Brombach kam der KFV auch im Pokal bei Verbandsligaaufsteiger TuS Oppenau nochmals mit einem blauen Auge davon. Denn der Neuling hatte Chancen um zwei Spiele zu gewinnen. Und nach dem Ausgleich des TuS hatte die Seger-Elf den Sieg vor Augen, als man in letzter Minute vor der Verlängerung einen Elfmeter bekam und den vergab. Besonders die Abwehr wackelte bei den Grenzstädtern an allen Ecken und Enden: "Wir müssen uns in den nächsten zwei Partien gegen Mörsch und nochmals gegen Oppenau in der Liga durchmogeln, bis unsere Abwehrkräfte wieder dabei sind", so Kehls sportlicher Leiter Jürgen Sax.

Mit einem Remis gegen Radolfzell startete der SV Mörsch in die Saison. Die Mannschaft um den erfahrenen Trainer Dietmar Blicker blieb zusammen und verfügt über eine eingespielte Einheit. Und im Pokal drehte Mörsch beim Landesligisten FV Schutterwald noch einen 2:3-Rückstand in einen einen 4:3-Sieg um. "Wir wollen die jüngste Niederlage wettmachen. Die Mannschaft kann mehr. Das wissen die Jungs selbst. Aber sie müssen es auch auf den Platz bringen. Vielleicht gibt der Pokalsieg ja Auftrieb", hofft Sax.

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