Lahr Rhythmus, Flair und Leidenschaft

Der Salsa-Club hat Erfahrung bei der Organisation von Wettbewerben. So hat er im "Schlachthof" unter anderem südbadische Salsameisterschaften organisiert. Archivfoto: Breuer Foto: Lahrer Zeitung

Die besten Salsatänzer Deutschlands treffen am Samstag, 15. Oktober, in Sulz aufeinander, um bei der offenen deutschen Meisterschaft ihr Können unter Beweis zu stellen. Auch die Besucher dürfen auf das Parkett der Sulzberghalle.

Sulz. Zum ersten Mal findet die offene deutsche Salsa-Meisterschaft in Lahr in den Disziplinen Paartanz und Lady-Formation statt. Das Turnier beginnt mit der Kategorie Formation. Es soll eine Vorrunde zur Qualifikation, eine Zwischenrunde und schließlich ein Finale geben. Dieser Aufbau gilt auch für den Paartanz. Die Pausen zwischen den einzelnen Wettkämpfen bieten den Zuschauern die Gelegenheit, selbst das Tanzbein zu schwingen.

Grundsätzlich können laut den Veranstaltern Tänzer von Vereinen aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz oder anderen Ländern teilnehmen. Der Wettkampf sei "offen" und finde unabhängig von der Tanzvereinigung "TAF" (The Action Dance Federation of Germany) statt. Der Salsa-Club erwartet etwas mehr als 350 Besucher, die DJ Mambito aus Freiburg in den Pausen zum Tanzen einlädt. Internationale Showacts sollen den Abend auflockern und den Tänzern sowie den Wertungsrichtern Zeit zur Erholung und Beratung bieten.

"Wir wollen den Wettkampfstandort Lahr fördern", sagt Thomas Karotsch, Vorsitzender des Salsa-Clubs, bei einer Pressekonferenz in den Vereinsräumen im Keller des Gasthauses zum Zarko. Daraus sei die Idee entstanden, eine deutsche Meisterschaft auszurichten. Bisher habe der Salsa-Club nur badische und süddeutsche Meisterschaften veranstaltet.

Bei einer Veranstaltung dieser Größe fallen höhere Kosten an als bei kleineren Turnieren. Der Verein sei daher dankbar für jede Spende. "Bisherige Meisterschaften waren nicht kostendeckend", informiert Dieter Brettschneider, Kassenwart des Salsa-Clubs. Trotzdem ist der wirtschaftliche Nutzen laut Karotsch nicht Hauptmotivation, solche Wettkämpfe zu veranstalten. Das Augenmerk liege vielmehr bei den Tänzern: "Wir wollen unseren Mitgliedern zeigen: Hier geht was", sagt Karotsch.

151 Mitglieder zählt der Lahrer Verein derzeit, von denen rund 25 an jeweils zwei Tanzkursen am Donnerstagabend in den Vereinsräumen teilnehmen. Der Keller des Gasthauses ist laut Karotsch der Geburtsort der Lahrer Salsaszene. "Die Kurse verzeichnen einen sehr guten Zulauf", so Brettschneider.

"Salsa beschwingt und macht Freude am Leben", sagt Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, Schirmherr der Meisterschaft, bei der Pressekonferenz. "Dies entspricht auch dem Lebensgefühl der Lahrer." Werte wie Offenheit, Internationalität und Jugendlichkeit passten zu dieser Stadt und ihren Bewohnern. "In Costa Rica ist Salsa zu Hause", betonte er und stellte damit auch eine Verbindung zu Lahrs Partnerstadt Alajuela her. Ihm persönlich gefalle die Salsa-Musik besser als der Tanz selbst, gab er zu.

Der Verein erhalte bei der Veranstaltung unter anderem Unterstützung durch die Stadt Lahr, die auch die Halle stellt, durch das "Schlachthof"-Team unter der Leitung von Annerose Heitz, die Rockwerkstatt und die Zuständigen der Sulzberghalle sowie die Vereins­gemeinschaft Sulz. Bisher hätte der Verein Turniere im "Schlachthof" ausgerichtet. Da die Veranstalter aber davon ausgehen, dass der Platz im Jugend- und Kulturzen­trum für die offene deutsche Salsa-Meisterschaft nicht ausreichen würde, ist dieses Mal die Sulzberghalle Ort des Geschehens.

Einlass ist ab 19 Uhr, das Turnier beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro.

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