Lahr Rektor startet in schwierigen Zeiten

Nun ist es offiziell – Marco Baumelt (Mitte) wurde von Oberbürgermeister Markus Ibert und Schulrätin Barabara Bundschuh in sein Amt als Schulleiter der neuen Verbundschule Lahr eingeführt. Die Masken wurden lediglich für das Foto abgenommen. Foto: Schubert

Lahr - Am Donnerstag wurde Marco Baumelt offiziell in sein Amt als Leiter der neuen Verbundschule Lahr eingeführt. Eigentlich ein großes Ereignis, das aber coronabedingt nur in kleinster Runde abgehalten werden konnte.

"Du wolltest eine Herausforderung? Voilà, da ist sie", das sei es gewesen, was er sich während der ersten Monate als neuer Leiter der Verbundschule Lahr immer wieder gesagt habe. Das berichtete er bei seiner offiziellen Amtseinführung im Lahrer Rathaus.

Eine große Feier, wie es sonst bei einer Amtseinführung üblich gewesen wäre, konnte nicht abgehalten werden. Dafür waren Oberbürgermeister Markus Ibert und Schulrätin Barbara Bundschuh anwesend und gaben Baumelt herzliche Worten für sein neues Amt mit auf den Weg.

Herausfordernd – das war Baumelts Start als Rektor an der Verbundschule in vielerlei Hinsicht. Denn genau in der Hochphase der Konzeptentwicklung für die Zusammenlegung der ehemaligen Otto-Hahn-Realschule (OHR) und der Theodor-Heuss-Werkrealschule (THW) im vergangenen Frühjahr sei ihm und seinem Team das "kleine Virus" in den Weg gekommen. "Dadurch waren wir doch recht gelähmt", stellt Baumelt rückblickend fest.

WLAN, Computer und Beamer in allen Klassenzimmern

Die Zusammenführung zweier Lehrer-Kollegien, die Fertigstellung der Umbaumaßnahmen am Standort Otto-Hahn sowie die beginnenden Sanierungsarbeiten am Standort Theodor-Heuss – ohne das Virus wäre das allein schon fordernd genug für einen Amtsbeginn gewesen, so der neue Rektor, der seit dem 1. August 2020 die Verbundschule leitet.

Trotz der Pandemie scheint die Bilanz der ersten Monate für Baumelt sehr positiv auszufallen. Vor allem im Bereich Digitalisierung der Verbundschule, die für den Fernunterricht in Pandemiezeiten unabdingbar ist, sei man bestens ausgestattet.

WLAN, Computer und Beamer seien in allen Klassenzimmern vorzufinden. Außerdem habe die Schule ausreichend Laptops und I-Pads erhalten, um Schüler auch zuhause versorgen zu können. Alle Schüler und Lehrer seien bereits zu Beginn des Schuljahres für den Online-Unterricht ausgebildet worden. "Wir können jetzt mit Stolz sagen, dass das bei uns läuft", merkte Baumelt an.

Bisher habe er "so gut wie keine negativen Rückmeldungen" zum Fernunterricht bekommen – weder von Schülern, Lehrern oder Eltern. Im Bereich der Schulentwicklung, für die er großen Wert auf die Schwarmintelligenz von Schülern, Lehrern und Eltern lege, gebe es drei Schwerpunkte, die noch weiter vorangetrieben werden sollen. Zum einen solle für die berufliche Orientierung der Schüler in den nächsten zwei bis drei Jahren ein berufliches Kompetenz-Zentrum geschaffen werden. Auch wolle man sich noch intensiver mit der sehr heterogenen Schülerschaft auseinandersetzen.

Unterschiedliche Herkünfte, Sprachen und Religionen – das sei das Merkmal der Schüler der Verbundschule, erfährt die LZ während Bau-melts Rede. Der dritte Schwerpunkt sei die Visionsentwicklung für die Verbundschule. Hierbei gehe es Baumelt vor allem darum, seine multikulturelle Schülerbelegschaft zusammen zu bringen und gemeinsam in die Zukunft blicken zu lassen.

Zur Person

Marco Baumelt kenne Schule von innen, außen und von oben, erörtert Schulrätin Bundschuh. Hiermit spielt sie auf die unterschiedlichen Positionen an, die Baumelt in den letzten Jahren im Schuldienst bekleidet hat: Begonnen habe er als Realschullehrer für Englisch und Geschichte, dann sei er ans Landesinstitut für Schulentwicklung gewechselt und habe ab 2015 als Konrektor an der Otto-Hahn-Realschule gearbeitet.

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