Lahr Quartier mit 94 Wohnungen

Lahr - 94 neue Wohnungen sollen an der Ecke Lotzbeckstraße/Jammstraße entstehen. Die Firma Immo-Pro-Invest aus Bad Dürrheim will das Projekt 2020 fertigstellen.

Der Investor hat das rund 8370 Meter große Grundstück, das gegenüber dem Autohaus Link in der Lotzbeckstraße liegt, von der Offenburger Baugenossenschaft Gemibau gekauft und will es neu bebauen. Einen Teil der maroden Wohnhäuser hat die Gemibau bereits abgerissen, die drei noch vorhandenen Gebäude in dem Viertel, in dem es immer wieder soziale Probleme gegeben hat, sollen ebenfalls abgebrochen werden.

Laut den Planungen sollen zwei Neubauten entlang der Jammstraße und ein größeres Gebäude entlang der Lotzbeckstraße entstehen, weitere vier im rückwärtigen Bereich. Zudem ist eine Tiefgarage vorgesehen. Insgesamt sind rund 94 Wohneinheiten geplant. Die Firma Immo-Pro-Invest möchst möglichst noch in diesem Jahr das Projekt starten, um es 2020 abschließen zu können. Laut Stadtverwaltung müssen allerdings noch die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Stadt drängt auf günstigen Wohnraum

Dabei geht es der Stadt vor allem darum, möglichst viel preisgünstigen Wohnraum zu schaffen: "Der dringende Bedarf an bezahlbarem Wohnraum spricht für die Festsetzung von Flächen, auf denen ganz oder teilweise nur Wohngebäude errichtet werden dürfen, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gefördert werden könnten", so die Verwaltung. Die Stadt geht dabei davon aus, "dass zumindest für Teile dieser Flächen dann auch wirklich entsprechende Bindungen eingegangen werden, wie es den baulandpolitischen Grundsätzen der Stadt zur Sicherung der Verfügbarkeit von preiswertem Wohnraum entspricht". Diesem Ziel entspreche auch die vertragliche Übernahme entsprechender Verpflichtungen durch den Investor. Laut Bürgermeister Tilman Petters und Stadtplanungsamtsleiterin Sabine Fink ist die Firma Immo-Pro-Invest dazu grundsätzlich bereit. Ein städtebaulichen Vertrag und eine Veränderungssperre sollen das sicherstellen. Zunächst soll ein Bebauungsplan für das Gebiet aufgestellt werden. Er wird im beschleunigten Verfahren abgewickelt, weil es sich um eine Innenentwicklung handelt. Laut Quote müssen bei neuen Bauprojekten mindestens 20 Prozent Sozialwohnungen sein.

Der Technische Ausschuss befasst sich am Mittwoch, 12. September, ab 17.30 Uhr mit diesem Thema.

  • Bewertung
    0