Lahr Bauprojekt: Quartier mit 200 Wohnungen

Lahr - Die Pläne für das frühere Nestler-Areal beim Stadtpark werden konkreter: Die Firma Bauwert will dort acht Wohngebäude mit insgesamt 200 Wohnungen errichten. Die alten Firmengebäude sollen dafür weichen – auch das Nestler-Hochhaus.

Im April hatte die Baden-Badener Firma Bauwert – bekannt in Lahr unter anderem durch das Bauprojekt Altenberg und den Quartiersplatz im Kanadaring – das Grundstück von der Firma Nestler-Wellpappe gekauft (wir haben berichtet). Inzwischen hat Bauwert ein städtebauliches Konzept erarbeiten lassen.  

> Das wird abgerissen: Dass die früheren Hallen der Firma Nestler-Wellpappe, die vor Jahren in die Tullastraße im Industriegebiet West umgezogen ist, weichen müssen, war von Anfang beschlossene Sache. Inzwischen will die Firma Bauwert auch das frühere Büro-Hochhaus von Nestler, wo zwischenzeitlich der Salsa-Club Ortenau residierte und Lahrer Künstler Ateliers eingerichtet hatten, abreißen lassen. Bauwert hatte überlegt, ob man dort nicht Wohnungen einrichten könnte. Aber "die Bausubstanz ist doch recht schlecht", sagte Bauwert-Chef Uwe Birk im Gespräch mit unserer Zeitung.

 > Das ist geplant: Das städtebauliche Konzept sieht in dem Bereich zwischen den Straßen Am Stadtpark, Lindenbergstraße und Dinglinger Hauptstraße den Bau von insgesamt acht Wohngebäuden vor. Die meisten Gebäude sind dreigeschossig, an der Dinglinger Hauptstraße, wo bisher das Hochhaus steht, ist laut Birk ein "gestaffeltes" Gebäude mit bis zu sieben Geschossen vorgesehen.

Die Gebäude im inneren Bereich nehmen in ihren Abmessungen von Ost nach West ab und übernehmen die Höhen der bisherigen Fabrikhallen. Unter den Wohngebäuden soll eine gemeinsame Tiefgarage alle notwendigen Stellplätze aufnehmen – das Quartier soll autofrei werden. Auf Wunsch der Stadt sind 1,5 Stellplätze pro Wohnung geplant – nach Auffassung von Birk hätte wie beim Quartiersplatz im Kanadaring ein Stellplatzschlüssel von 1,3 ausgereicht. 20 Prozent der 200 neuen Wohnungen müssen Sozialwohnungen sein.

 > Das sagen die Anwohner: Eine erste Anwohnerinformation fand am 17. Juli im Aktienhof in Dinglingen statt. Laut Stadtverwaltung wurden dabei Bedenken zur Dichte der Bebauung und zur Anzahl der benötigten Stellplätze geäußert.

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