Lahr Puppen, Weltliteratur und feiner Jazz

In der Reihe "Jazz im Keller" tritt am 8. Juni das "Lars Stoermer Quartett" in Lahr auf. Foto: Thomas

Der Kulturkreis Lahr startet mit viel Musik in das erste Halbjahr 2018. Das am Montag vorgestellte Programm beinhaltet elf Konzerte, hinzu kommen Kabarett und Figurentheater, eine Filmvorführung und ein Theatersolo.

Lahr. Der Kulturkreis Lahr setzt im ersten Halbjahr 2018 wieder starke Akzente. Er wartet mit lieb gewonnenen Programmklassikern wie der fast schon obligatorischen Wiederholung der Filmvorführung mit "Kreidlinger und Bäuerle" am Mittwoch, 9. Mai, auf. Er beteiligt sich an der Puppenparade Ortenau, die er am Dienstag, 13. März, mit dem Puppenspieler Gregor Schwank befeuert, der mit seinem Regenwurm Paule dem "Geheimnis unter der Erde" nachspürt.

Auf dem besten Weg zu einem Klassiker ist auch der alljährliche Beitrag zum Literaturfestival "Orte für Worte", an dem sich der Kulturkreis 2018 mit einem Theatersolo der Schauspielerin Cornelia Gutermann-Bauer beteiligt. Am 12. Mai zeigt sie das Stück "Kassandra", das in der Bühnenfassung von Christa Wolf längst nicht nur in die Welt des antiken Griechenlands eintaucht. Es geht auch um die gesellschaftliche Rolle der Frau, um Widerstand gegen Verblendung und Betrug. Auch die gemeinsam mit dem städtischen Kulturamt aufgelegte Kabarettreihe "Einspruch!" wird bedient. Am 12. Januar gastiert Frederic Hormuth mit seinem Programm "Halt die Klappe – Wir müssen reden!" in Lahr. Am 24. Februar folgt dann ein Gastspiel von Joachim Zawischa, der pointiert und humorvoll in eine Welt voller Absurditäten eintaucht und dabei nüchtern feststellt: "Vorn ist Hinten".

Der Rest des Programms bringt den Keller zum Klingen. Fünf Termine gehören zur noch jungen Jazzreihe des Kulturkreises. Am 19. Januar gastiert das "Johannes Ludwig Quartett" in Lahr, am 3. Februar folgen zwei Lichtgestalten der Freiburger Jazz-Szene, der Vibrafonist Michael Kiedaisch und Saxofonist Matthias Stich, die ihr Quartett "Mallets & Reeds" vorstellen. Am 17. März geht es weiter mit dem "Mareeya Quartett", am 28. April folgt das "Max Zentawer Trio" und am 8. Juni das "Lars Stoermer Quartett".

Am 27. Januar wird die Formation "Black tar rivers" eine Mischung aus Rockmusik und irischer Folklore servieren. "Celtic Folk" steht auf dem Etikett des Duos "Martanja", das am 20. April in Lahr zu hören sein wird. Klassische Rockmusik bietet nicht nur die Lahrer Gruppe "IFE United", die es am 7. April unter dem Motto "50 Jahre danach" noch einmal wissen will. In dieselbe Kerbe schlägt auch die Gruppe "Mainstreet", die am 5. Mai die Hitmaschine vergangener Jahrzehnte anwerfen wird. Klassische Kammermusik offeriert das "Ausbruchduo" am 10. März. Klavier und Viola laden zu einer Klangreise von der Romantik in die Moderne ein. Zum Abschluss des Halbjahres werden am 2. Mai französische, deutsche und italienische Chanson serviert. Christine Schmid setzt auf Stimme und Akkordeon, ihr Motto für den Abend lautet: "Ich bereue nichts, mon amour".

INFO

Der nächste Termin

Auch in diesem Jahr bietet der Kulturkreis noch einige Veranstaltungen im Stiftsschaffneikeller an. Der nächste ist bereits am Samstag, 25. November. Ab 20 Uhr wird das "Filippa Gojo Quartett" auftreten. Filippa Gojo und ihrem Quartett gelingt das Kunststück, eine herausragende Stimme zu feiern und gleichzeitig in Musik aufgehen zu lassen, heißt es in der Ankündigung. 2015 gewannen sie den Neuen Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Band als auch in der Solisten-Sparte. Karten im Vorverkauf kosten zwölf Euro, an der Abendkasse 14 Euro. Tickets gibt es im Kulturbüro, bei Musik Eichler und in den Buchhandlungen Schwab und Rombach.

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