Lahr "Potenziale aller Schüler fördern"

Sandra Boser (Zweite von links) sprach mit Rebecca Bohnert, Stephan Seizinger (links) und Hans Nerpel über die Friedrichschule Lahr. Foto: Büro Boser Foto: Lahrer Zeitung

Lahr (red/jr). Die Landtagsabgeordne te Sandra Boser besuchte mit der Grünen Stadträtin Rebecca Bohnert die Gemeinschaftsschule "Friedrichschule" in Lahr, um sich mit Rektor Stephan Seizinger und Konrektor Hans Nerpel über aktuelle Themen auszutauschen. Im Anschluss besuchte Sandra Boser die Klasse 8b, um aus dem Leben einer Politikerin zu erzählen und die Fragen der Schüler zu beantworten.

Nicht zum ersten Mal war Sandra Boser zu Gast in der Friedrichschule, bereits 2011 war sie dort zu Besuch, heißt es in einer Mitteilung.

Zu Beginn informierte Rektor Seizinger über die Entwicklung der Friedrichschule. 2012 sind die ersten Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg an den Start gegangen. Im Schuljahr 2015/16 unternahm auch die Friedrichschule, damals unter der Leitung von Günter Ugi, den Schritt zur Gemeinschaftsschule. "Die Schülerzahlen wachsen. Derzeit sind es 18 Klassen. Neben dem Hauptschulabschluss wird es nächstes Jahr zum ersten Mal den Realschulabschluss geben. Beim Infoabend für die vierten Klassen in Lahr bestand großes Interesse an der Schule und dem Bildungsangebot", berichtete Seizinger. Konrektor Hans Nerpel ergänzte: "Die Eltern sind sehr engagiert an dieser Schule und bringen sich ins Schulleben ein. Als Stadtschule findet hier eine gute Mischung statt, inzwischen kommen auch immer mehr Schüler aus dem Umland an die Schule."

Beim Thema Ganztagsschule nannte Seizinger unter anderem den Vorteil, die vielen Möglichkeiten der Nachmittagsgestaltung für Schüler zum Beispiel durch verschiedene AGs wie Turnen oder Mountainbiken.

Friedrichschule muss dringend erweitert werden

Ein wichtiges Anliegen war Rektor Seizinger auch die Sanierung und Erweiterung der Friedrichschule. "Wir brauchen dringend Platz. Gerade für das Musikprofil brauchen wir Qualität und Räume", äußerte sich Seizinger. Sein Wunsch wäre ein dreizügiger Ausbau.

Beim Thema Digitalisierung waren sich alle einig, dass die Wartung zukünftig nicht mehr von den Lehrkräften mit geleistet werden kann. Nach dem Schulleitergespräch ging es für die Landtagsabgeordnete zum Gespräch in die Klasse 8b, die Fragen vorbereitet hatten. Boser stellte sich kurz vor und erlaubte jede Frage, egal ob privat oder aus ihrem Leben als Politikerin, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Fragen der Schüler waren sehr vielfältig. "Warum haben wir keine Schuluniform?" war die erste Frage einer Schülerin.

Die anschließende Umfrage in der Klasse zeigte, dass dieses Thema sehr unterschiedlich aufgenommen wurde. "Ich finde Schuluniformen eigentlich nicht schlecht, weil damit das Thema von Markenklamotten und wer sich was leisten kann gar nicht erst aufkommt", so die Abgeordnete. Auf die Frage, ob es auch mal Wasserspender an der Schule geben wird, konnte Rektor Seizinger berichten, dass dies gerade geplant wird. Weitere Fragen kamen beispielsweise zum Thema digitale Ausstattung der Schule oder welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um Abgeordnete zu werden.

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