Lahr Gastronomie: »Wir wollen das beste Hotel in Lahr werden«

Freuen sich auf die Zukunft im sanierten "Eisberg Hotel City": Geschäftsführer Alexander Romme (links), sein Sohn sowie das Ehepaar Evelyn und Thomas Feißt. Foto: Sadowski

Lahr - Seit Anfang 2019 hat das Hotel am Friedrich-Ebert-Platz sowohl einen neuen Geschäftsführer als auch einen neuen Namen. Alexander Romme von Eisberg Immobilien hat es gekauft und in "Eisberg Hotel City" umbenannt. Die Mitarbeiter sind geblieben.

Neben den Bauarbeiten im und um das Hotel wird auch an der Infrastruktur gearbeitet. So konnte man sich in Gesprächen mit dem Bau- und Wohnberatungszentrum auf zwölf neue Gäste-Parkplätze auf dem Areal des Nestler-Carées einigen. Diese werden gepachtet. Zusätzlich dazu gibt es 15 Parkmöglichkeiten im Hof sowie zwei E-Lade-Stationen.

Manch einer wird sich gewundert haben, als er zuletzt den neuen Namen des Hotels am Friedrich-Ebert-Platz wahrgenommen hat: Eisberg Hotel City. "Wir sind gekommen und haben direkt angefangen", erklärt Alexander Romme, Geschäftsführer des neuen "Eisberg Hotel City", die raschen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten.

Wegen gesundheitlicher Probleme wollte der damalige Pächter die Immobilie ­ Ende 2018 verkaufen. Romme und sein Geschäftspartner Vladimir Tebekin grübelten nicht lange und schlugen zu. Die einzige Kaufvoraussetzung Rommes war, dass die bisherigen Hotel-Chefs, Evelyn und Thomas Feißt, das Hotel weiter betreuen werden. Das Ehepaar willigte ein.

"Wir kennen uns schon seit mehr als 20 Jahren", erklärt Romme. Über die Zeit intensivierte sich die Bekanntschaft. "Vor drei Jahren kam Herr Romme auf mich zu und erzählte von seinem Kauf-Vorhaben", beschreibt Evelyn Feißt die damalige Situation.

Jetzt befinden sie sich mittendrin in der Sanierung. Eine neue Küche ist schon eingerichtet, die Fassade wird gerade renoviert, der Haupteingang soll komplett neu gebaut werden. Der bisherige Eingang wird abgerissen, ein neuer draufgesetzt. Zudem planen die drei Geschäftspartner einen Brunnen vor dem Eingang. "Das hängt aber davon ab, ob wir den überhaupt bekommen, den wir wollen", sagt die Hotel-Chefin. Bis zu einer halben Million Euro sollen alle Renovierungs- und Sanierungsarbeiten kosten.

"Wir wollen wieder ein Vier-Sterne-Hotel werden", erklärt Thomas Feißt, der nun seit 40 Jahren im Hotel tätig ist. Die Besonderheiten des Standorts sind ihm daher bestens bekannt: "Das Hotel liegt attraktiv im Zentrum und war schon immer das Haus schlechthin in der Stadt", zählt er die Stärken der Lage auf.

Romme führt bereits Gasthäuser in Rust (Drei-Sterne-Hotel Kosel) und Friesenheim (Zwei-Sterne Gästehaus Eisberg). Besonders mit dem Hotel Kosel könne man künftig eine rentable Verbindung eingehen, so Thomas Feißt. "In Rust hängt alles vom Europa-Park ab, wo besonders am Wochenende und in den Ferien viel los ist", sagt er. Im Hotel am Friedrich-Ebert-Platz sei das genau andersherum: Dort herrsche von Montag bis Freitag viel Betrieb mit Geschäftsreisenden, am Wochenende dagegen nicht. Mit beiden Standorten sei man künftig in der Lage, flexibler auf die Nachfrage zu reagieren, so der Hotel-Chef.

Aktuell seien es konstant 10 000 Gäste pro Jahr im Lahrer Hotel, so Feißt. Das Ziel für 2020 seien 12 000, so Romme. "Das ist eine wunderschöne Herausforderung mit Zukunftsperspektive", findet Evelyn Feißt. Von Lahrer Bürgern würden sie bereits viel positive Resonanz bekommen. Einer der Befürworter sei Wolfgang G. Müller. Der OB freue sich über das Projekt und habe dies in einer persönlichen Nachricht mitgeteilt, so Romme.

Auch wegen der Rückmeldung des OBs hoffen Romme und sein Team, dass die ausstehende Genehmigung für den Bau des Haupteingangs von der Stadt zügig erteilt wird. Die Unterlagen dazu habe man vor drei Wochen an die Stadt geschickt, so Romme. Wenn alles glatt läuft, soll das Hotel spätestens im Frühjahr 2020 fertig sein. Der Betrieb läuft währenddessen uneingeschränkt weiter.

Romme möchte aus der Immobilie "das beste Hotel Lahrs" sowie einen Teil einer Hotelkette machen: "Eisberg soll eine Marke werden.". Auch deshalb sei der Kauf weiterer Immobilien nicht ausgeschlossen. Man werde die Augen im Ortenaukreis und in der Umgebung offenhalten. Auch Freiburg sei eine Möglichkeit. Aktuell schreiben alle drei Häuser schwarzen Zahlen, berichtet Thomas Feißt. Doch damit gibt sich das Trio nicht zufrieden. Vor allem das Lahrer Hotel soll mehr Gäste anlocken.

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