Alle Vereinsveranstaltungen abgesagt Pandemie trifft Westernfreunde hart

Der neu gewählte Vorstand des Lahrer Western-Clubs (von links): Platzwart Roland Kopp, Schriftführerin Liane Brennstuh, Vorsitzende Marina Kurz, Kassenwartin Ines Jörger-Seifert und Beisitzer Ingo Brehm. Foto: Fleig

Lahr - Die Pandemie hat auch den Winnebago Indian Westernclub Lahr schwer getroffen. Beliebte Veranstaltungen der Freizeit-Cowboys mit Sitz im Ernet waren von heute auf morgen nicht mehr möglich. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Marina Kurz ließ Schriftführerin Martina Stehlin das Vereinsjahr in der Hauptversammlung Revue passieren. Dabei wurde mehr als ersichtlich, dass die Pandemie das Vereinsgeschehen von einer Minute zur anderen in einem noch nie dagewesenen Maße praktisch lahmlegte. Bis zum März war die Welt im Ernet noch in Ordnung, doch mit Ausbruch der Pandemie und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen war dann nichts mehr wie vorher. So mussten die Mitglieder erfahren, dass traditionelle Vereinsveranstaltungen wie ­ Hobbyisten-Treffen, Ausflug, Herbstwanderung, Flohmarkt und Weihnachtsfeier ausfallen mussten. Doch das Schlimmste, so der Tenor der Mitglieder, war, dass die Treffen jeden Sonntagmorgen im gemütlichen Saloon nicht mehr möglich waren.

Diese Tatsache machte sich auch beim Bericht von Ines Jörger-Seifert sehr negativ bemerkbar. "Wir hatten über das ganze Jahr keine Einnahmen mehr, aber die Ausgaben waren vorhanden", hieß es. Am Anfang des Jahres, als im Ernet noch niemand etwas von einer Pandemie ahnen konnte, wurden größere Anschaffungen getätigt, sodass die Vereinsreserven angebrochen werden mussten. "Hinzu kam, dass wir unser in die Jahre gekommenes Wassersystem ertüchtigen mussten", so Jörger-Seifert. In diesem Zusammenhang dankte sich Marina Kurz noch einmal für die zahlreichen Geld- und Sachspenden der Mitglieder, "denn ohne diese Mittel hätten wir einige dringend anstehende Maßnahmen nicht durchführen können".

Zeug- und Hüttenwart Ralf Seifert gab einen Rückblick über diese Arbeiten, wobei er den Abriss und Wiederaufbau des Rundbaus, die neue Wasserleitung und Dachreparaturen, die ein Unwetter nötig gemacht hatte, besonders hervorhob.

Sehr ärgerlich war für den Verein war die Tatsache, dass drei Jugendliche bei zwei Einbrüchen innerhalb von 24 Stunden erheblichen Schaden anrichteten. In dieser Hinsicht ging ein großer Dank an den Gartennachbar, der immer nach dem Rechten schaut – so konnte bei den ungebetenen Besuchen ein noch größeres Unheil verhindert werden, freute sich Ralf Seifert.

Ehe die Hauptversammlung ihr harmonisches Ende mit einem gemeinsamen Mittagessen nahm, musste die erste Vorsitzende Marina Kurz schweren Herzens mitteilen, dass aufgrund der Corona-Auflagen bis Jahresende keine öffentlichen Vereinsveranstaltungen mehr möglich seien. Auch der zweitägige Tag der offenen Salontür wird ins Jahr 2022 verlegt. Danach wurden die scheidenden Vorstandsmitglieder mit einem kleinen Präsent verabschiedet.

Bei den von Gerd Kremhüller geleiteten Wahlen gab es einige Veränderungen, da Ralf Seifert (Platzwart), Martina Stehlin (Schriftführerin) und Roland Kopp (Beisitzer) nicht mehr kandidierten. Marina Kurz bleibt Vorsitzend), Ines Jörger-Seifert bleibt Kassenwartin. Neu sind Roland Kopp (Platzwart), Liane Brennstuhl (Schriftführerin) und Ingolf Brehm (Beisitzer). Dieter Fleig wird auch weiter für die Öffentlichkeitsarbeit und Heiko Kurz für den Internetauftritt zuständig sein. Zu Kassenprüfern wurden Gabriele Bürkin und Erich Mosbach gewählt.

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