Lahr Offenburger FV will Platz drei festigen

Mit dem Klassenerhalt in der Tasche freut sich der SC Lahr auf die Fahrt zum Bodensee. Der Offenburger FV empfängt den Tabellennachbarn, während der Kehler FV nach dem Trainerwechsel unter der Woche vor einer Mammutaufgabe steht.

(fg). FC Radolfzell - SC Lahr (Samstag, 14.30). Vor einer schönen Reise an den Bodensee steht der Sportclub aus Lahr am Samstagmittag. Und nachdem vergangene Woche der Klassenerhalt eingetütet wurde, ist der tabellarische Druck bei der Elf von Oliver Dewes weg. Wobei, so richtigen Druck hatte sein Team auch zuletzt nicht, sagt der Trainer: "Wir haben das Fußballspielen ja nicht verlernt, richtigen Druck hatten wir nicht." Daher wird nun auch nicht der Fuß vom Gas genommen. "Wir freuen uns auf das Spiel", sagt Dewes, dessen Team derzeit auf Rang acht steht.

Drei Plätze weiter vorne steht der kommende Gegner, den der Lahrer Trainer vor allem "nach vorne extrem gut" einschätzt. Vor allem vor dem Stürmer Alexander Stricker sowie dem extrem torgefährlichen Kapitän Tobias Krüger warnt Dewes seine Elf, die aus den vergangenen sechs Partien 16 Punkte holte. An Selbstvertrauen dürfte es dem Sportclub daher nicht mangeln, auch wenn die Personalsituation derzeit ein wenig angespannt ist.

Mit Violand Kerrelaj fehlt einer der zuletzt Besten beim SC gesperrt, zudem wird man wohl den ein oder anderen Spieler, der in der zweiten Mannschaft spielberechtigt ist, an die Reserve in der Bezirksliga ausleihen. Bei Ousman Bojang dagegen, der in der Vorwoche im Training umgeknickt ist, hofft Dewes auf eine Rückkehr in den Kader. Schon vergangene Woche kehrte zudem Yannic Priéto zurück zum Team, sodass Dewes dennoch auf Sieg spielen will. "Am Bodensee ist’s warm, es ist ein wunderschönes Spiel für den drittletzten Spieltag", freut er sich auf die Partie beim Tabellenfünften aus Radolfzell. (jn). Offenburger FV - SV Kuppenheim (Samstag, 15.30 Uhr). Dass der kommende Gegner für den OFV morgen zu einem echten Prüfstein werden wird, beweist einmal der vierte Tabellenplatz der Kuppenheimem, der äußerst erfolgreiche Verlauf der SV-Rückrunde sowie die 1:0-Auswärtsniederlage des OFV im Hinspiel. Die Gäste von Trainer Matthias Frieböse treten athletisch und körperbetont auf, gehen robust in die Zweikämpfe und agieren in der Defensive kompakt und kompromisslos. Vor allem bei Standardsituationen sowie Kontermöglichkeiten sind die Kuppenheimer in aller Regel erfolgreich.

Dass der OFV am vergangen Samstag dem Freiburger FC unterlag, war auch dem Umstand zuzuschreiben, dass das Team von Florian Kneuker aufgrund angeschlagener Spieler nicht in stärkster Besetzung auftreten konnte. Denn Fabian Herrmann, Eimen Kelbi, Louis Beiser-Biegert und Jacob Harter fehlten verletzungsbedingt und Marco Junker und Dimitrios Tsolakis waren angeschlagen. Die Personallage dürfte sich beim OFV bis morgen nicht wesentlich verbessern, denn auch Samuel Geiler steht berufsbedingt nicht zur Verfügung. "Ich muss davon ausgehen, dass mir morgen ein halbes Dutzend Stammspieler nicht zur Verfügung stehen, sodass ich in der Jugendabteilung Verstärkung suchen muss", beschreibt OFV-Trainer Florian Kneuker die augenblickliche Personalsituation. Insofern bleibt in puncto Mannschaftsaufstellung die spannende Frage, wer sich bis morgen gesund und fit zurückmeldet.

"Unabhängig davon werden wir morgen durch sicheres Passspiel und schnelles Verlagern versuchen, den Gegner zu bewegen, um so zu Torchancen zu gelangen. Die nötige Aggressivität dürfen wir zudem bei so einem Gegner nicht vermissen lassen", sieht Kneuker trotz Personalproblemen Möglichkeiten, den dritten Tabellenplatz weiterhin erfolgreich zu verteidigen.

Erstes Spiel nach dem Ende der Braun-Ära

(fis). Kehler FV - 1. FC Rielasingen-Arlen (Samstag, 15.30 Uhr). Es könnte eine harte Woche werden für die Grenzstädter. Erst trennte man sich vorzeitig von Trainer Heinz Braun, nun kommt am Samstag mit dem Tabellenführer eine wohl kaum zu lösende Aufgabe ins Rheinstadion. "Das ist mit Abstand das Beste, was die Verbandsliga zu bieten hat", lobt Kehls Sportlicher Leiter Jürgen Sax den kommenden Gegner. Gegen den seit acht Spieltagen sieglosen Kehler FV sind die Gäste also logischerweise Favorit. Zuletzt wurden die Gegner regelrecht überrollt. Mit Silvio Betagglia, Nedzad Plavci und dem pfeilschnellen Christian Mauersberger verfügt die Mannschaft von Trainer Michael Schindler über Verbandsligaspieler, die auch schon in höheren Klassen aktiv waren. Vor allem die Offensive ist das Prunkstück des Primus: Vier Treffer fehlen noch, bis die Hundertermarke voll ist.

Beim Kehler FV darf man indes gespannt sein, was der Interimscoach Bora Markovic in seinem ersten Spiel aus dem Ärmel zaubert. Zumindest dürfte die Kehler Elf motiviert sein, egal welcher Kader am Ende auflaufen wird. Dass die Aufgabe jedoch alleine mit großer Motivation nicht zu bewältigen sein wird, ist auch den Kehlern klar. "Ein Remis wäre schon eine kleine Sensation", weiß der Sportliche Leiter Sax.

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