Lahr Noch viele Gespräche für Petro Müller

In der Hinrunde hatte der SC Lahr – hier freuen sich Petro Müller (rechts) und Ousman Bojang über den Pokalerfolg gegen Villingen – einiges zu bejubeln. Damit das auch in Zukunft so sein wird, laufen schon jetzt die Planungen für die kommende Saison. Foto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Auch wenn der Spielbetrieb in der Verbandsliga noch fast zwei Monate ruht, laufen beim SC Lahr im Hintergrund schon die Planungen für die nächste Saison. Gesucht werden ein neuer Co-Trainer und punktuelle Verstärkungen für den Kader.

Überraschend kam die Nachricht von der Vertragverlängerung von Cheftrainer Oliver Dewes kurz vor Weihnachten nicht. Platz fünf in der Liga (29 Punkte), dazu überwintert der SC Lahr im Verbandspokal und darf sich auf das Viertelfinale Ende Februar freuen. Kurz nach dem Jahreswechsel dann die nächste Nachricht in Sachen Trainerteam: Auch Andrej Zerr, Trainer der Bezirksliga-Mannschaft, bleibt dem Sportclub erhalten. "Wir sind mit den Trainern sehr zufrieden, daher wollen wir mit den beiden Kontinuität reinbringen", sagt Petro Müller, Sportlicher Leiter beim SC, zu den Personalentscheidungen an der Seitenlinie. Einziger Wermutstropfen für den Sportclub: Kapitän Johannes Wirth wird aus beruflichen Gründen in der Rückrunde nicht mehr als Co-Trainer zur Verfügung stehen und sich nur noch aufs Spielen konzentrieren.   Co-Trainer zur neuen Saison gesucht: Eine von Müllers Aufgaben in der spielfreien Zeit ist daher die Suche nach einem Co-Trainer von Oliver Dewes. Gespräche laufen bereits, sagt Müller, der sich bei der Suche aber Zeit lassen will. Denn der Co-Posten soll erst zur neuen Runde neu besetzt werden, bis dahin werde Zerr etwas mehr bei der ersten Mannschaft aushelfen. Für die Mannschaft werde sich nichts ändern, gemeinsam werde man es gut lösen, ist sich Müller sicher.   Viele Spieler haben bereits zugesagt: Für ihn stehen in den nächsten Wochen aber nicht nur die Gespräche mit potenziellen Co-Trainern an. Auch für Unterhaltungen mit Spielern hat so langsam die Stunde geschlagen, die Kaderplanung für die kommende Saison ist in vollem Gange. Mit einem Großteil der SC-Spieler habe er schon gesprochen, sagt Müller. Die Resonanz ist durchweg positiv. "Keiner hat abgesagt", freut sich Müller.  Punktuell will man sich verstärken: In dem Wissen um die Qualität im derzeitigen Kader kann er sich daher nun auch auf der dritten Baustelle widmen: Neuzugänge. Erste Erfolge konnten schon Ende des vergangenen Jahres vermeldet werden. Mit Keeper Jona Leptig, Thomas Vogel und Omar Daffeh konnten drei Winter-Neuzugänge verpflichtet werden. Doch auch für die neue Runde hat man beim Sportclub Pläne. "Wir wollen uns punktuell verstärken", sagt Müller. In der Breite sei der Kader bereits jetzt stark, so Müller weiter, nun wolle man diesen durch gezielte Verpflichtungen besser machen. Auch hier seien erste Gespräche im Fluss, mit Vollzug rechnet Müller jedoch erst in einigen Wochen.   In der Rückrunde angreifen: Bis es soweit ist, muss ja dann auch noch fast eine komplette Rückrunde gespielt werden. Den fünften Platz will man beim SC in den verbleibenden 13 Spielen wenn möglich nicht mehr hergeben. "Das ist eine gute Position, wir können nun das vordere Feld von hinten aufrollen", zeigt sich Müller optimistisch. "Träumen kann man ja mal", scherzt er.   Pokalspiel wird ein Höhepunkt: Dass Träume auch manchmal in Erfüllung gehen, wissen sie an der Dammenmühle spätestens seit dem Sensationserfolg gegen Oberligist Villingen im Pokal. Einen ähnlichen Coup würde man gerne auch im Viertelfinale, das am Wochenende 29. Februar/1. März ausgetragen wird, landen. Gegen wen es geht, entscheidet sich Mitte Januar, wenn die restlichen Runden ausgelost werden. Wobei der Gegner für Müller eigentlich zweitrangig ist, solange man zu Hause spielen darf. "Das gibt ein Highlight für die Jungs und den Verein", blickt Müller voraus. Der Halbfinaleinzug – oder sogar noch mehr – würde ihm dann auch noch ein weiteres Verkaufargument für die nächsten Gespräche geben.

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