Lahr Neustart bei Bürgerstiftung

Vorstands- und Kuratoriumsmitglieder der Stiftung Bürger für Lahr: Christof Schalk, Heinz Siebold und Gerhard Silberer (untere Reihe, von links), Jürgen Schmidt, Michael Schaible und Uwe Nachtigall (obere Reihe, von links) Foto: Maier Foto: Lahrer Zeitung

Von Stefan Maier

Lahr. Wechsel an der Spitze der Stiftung Bürger für Lahr: Christof Schalk ist als Nachfolger von Josef Foschepoth Vorsitzender des Vorstands. Unter der neuen Führung will die Stiftung ihre Aktivitäten forcieren. So wird in diesem Jahr wieder der Bürgerpreis verliehen.

Das Kuratorium der vor neun Jahren gegründeten Stiftung hat Ende April einen neuen Vorstand gewählt, sagte Schalk gestern bei einem Pressegespräch im Alten Rathaus. Sein Vorgänger Foschepoth, Geschichtsprofessor in Freiburg, habe aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr für den Vorsitz kandidiert. "Ich bin in Lahr verwurzelt, deshalb engagiere ich mich für die Stiftung", so der Rechtsanwalt, der in Lahr aufgewachsen ist.

Zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden hat der Vorstand den freien Journalisten und Publizisten Heinz Sie­bold bestimmt, der die erste "Mundart"-Veranstaltung der Stiftung als Erinnerung an Philipp Brucker organisiert hat. Neu im vierköpfigen Vorstand ist der Diplomvolkswirt Gerhard Silberer aus Friesenheim. Für den finanziellen Bereich bleibt Jürgen Schmidt zuständig. Thaddäus Schmid ist aus Altersgründen aus dem Vorstand ausgeschieden, Jürgen Frank will sich auf seine Tätigkeit als Vorsitzender des Tonofenfabrik-Fördervereins konzentrieren. Dem Kuratorium der Stiftung gehören Uwe Nachtigall als Vorsitzender, Michael Schaible, Thomas Joachims, Marlies Llombart, Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller und Peter Rottenecker an.

Der Vorstand hat sich vorgenommen, in diesem Jahr wieder eine Initiative für ihr Engagement auszuzeichnen. Im Oktober soll der Bürgerpreis verliehen werden. Aus Zeitgründen verzichtet die Stiftung auf eine Ausschreibung – der Vorstand, der laut Schalk mehrere Kandidaten im Auge hat, wählt einen Preisträger aus. Der erste Bürgerpreis, der mit 3000 Euro dotiert war, ging 2007 an das Projekt "Faustlos" der Luisenschule zur Gewaltprävention bei Schülern. Weitere Preisträger waren 2009 die Initiative für ein Begegnungshaus am Urteilsplatz und 2012 das Kriminalisten-Duo "Kreidlinger und Bäuerle".

Im Rahmen der Lahrer Literaturtage im kommenden Jahr soll es auch wieder ein Mundart-Projekt der Stiftung geben, sagte Seibold. Zu der zweiten Veranstaltung dieser Art sollen Autoren aus dem Elsass eingeladen werden. Ebenfalls für 2016 plant die Stiftung wieder einen Bürgerbrunch auf dem Marktplatz. Beim ersten Bürgerbrunch im Juli 2014 waren mehr als 400 Teilnehmer dabei. Der Stiftung sei wichtig, "dass Leute zusammenfinden, die normalerweise nicht zusammenkommen", sagte Schalk. "Wir wollen mit den Projekten auch erreichen, dass die Stiftung für potenzielle Stifter und Spender attraktiv wird", ergänzte der Vorsitzende.

INFO

Gemeinwohl

> Die Stiftung Bürger für Lahr wurde am 26. Juni 2006 gegründet. Die Stiftung ist gemeinnützig, staatlich anerkannt und unabhängig. Zweck der Stiftung ist laut Satzung die Förderung des Gemeinwohls in Lahr, insbesondere durch die Förderung von Erziehung, Bildung und Wissenschaft, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheit und Sport, Kunst und Kultur, Umwelt- und Naturschutz, Heimatpflege und Heimatgeschichte, demokratischem Handeln und Bewusstsein, interkultureller Verständigung und Zusammenarbeit, europäischen und internationalen Begegnungen. Das Stiftungskapital liegt derzeit bei rund 287 000 Euro, hinzu kommt der Philipp-Brucker-Fonds mit rund 5400 Euro. Weitere Infos gibt es unter www.stiftung-bürger-für-Lahr.de.

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