Lahr Neuanfang beim Lahrer Kulturkreis

Der neue Vorstand des Kulturkreis Lahr (von links): Matthias Morton, Christopher Kern, Martin Pfeiffer (Kassierer), Christine Buck, Heidrun Tschirwa, Katrin Spindler, Ralf Kuchheuser, Alexander Tschirwa und Rebecca Fischer (Schriftführerin) Foto: Haberer Foto: Lahrer Zeitung

Von Jürgen Haberer

Lahr. Der Kulturkreis macht weiter: Der 1983 gegründete Verein hat bei der Hauptversammlung am Montag einen neuen Vorstand gewählt. Die Arbeit soll um ein Theaterprojekt unter der Leitung von Christopher Kern erweitert werden.

Nach 32 Jahren endet beim Kulturkreis eine Ära. Die bisherige Führungsmannschaft zieht sich zurück, an ihre Stelle ist ein neuer Vorstand mit dem Versprechen getreten, die Arbeit im Stiftsschaffneikeller im Geiste der vergangenen Jahrzehnte fortzusetzen. Aufgeschreckt vom drohenden Ende des Vereins, hat sich eine vorerst noch heterogene Gruppe gefunden, die das Ruder übernommen hat. Es sind vor allem Einzelakteure, die zukünftig als basisdemokratisches Vorstandsteam die Geschicke des Kulturkreises leiten wollen.

Das zukünftige Programm soll wie bisher auf kulturelle Vielfalt setzen, regionalen und überregionalen Künstlern eine Bühne bieten. Christopher Kern gibt nach 20 Jahren die Leitung der Seelbacher Theatergruppe "Talwind" auf, um unter dem Dach des Kulturkreises ein neues Projekt zu starten. Angedacht ist eine feste Theatergruppe, die den Stiftsschaffneikeller als Spielstätte und Proberaum nutzt, aber auch mit Workshops und Kursangeboten aufwartet.

Im September soll das neue Halbjahresprogramm beginnen. Bis dahin muss sich die neue Mannschaft die einzelnen Aufgabenfelder innerhalb des Vorstandes verteilen. Matthias Morton, Heidrun und Alexander Tschirwa, Ralf Kuchheuser, Christopher Kern, Christine Buck und Katrin Spindler fungieren vorerst als gleichberechtigte Vorsitzende, die gemeinsam mit Kassierer Martin Pfeiffer und Schriftführerin Rebecca Fischer den geschäftsführenden Vorstand des in den vergangenen Monaten um gut zwei Dutzend Neumitglieder gewachsenen Vereins bilden. Unterstützt werden sie von sechs Beisitzern – Susanne Schmidt, Nils Schartel, Annette Birnbaum, Markus Kienle, Günter Göppert und Dorothea Hertenstein – sowie einen künstlerischen Beirat um Bettina und Andrej Melik. Der bisherige Vorstand um Helmut Frenzer, der dem neuen Team anfangs beratend zur Seite steht, hinterlässt ein gut bestelltes Feld. Die prall gefüllte Vereinskasse soll vor allem auch dazu dienen, den Stiftsschaffneikeller in Schuss zu halten, wie der bisherige Vorsitzende Helmut Frenzer betonte.

Vor der Neuwahl wurde mehr als eine Stunde lang um die Formulierung einer Reihe von Satzungsänderungen gerungen. Zentraler Ansatz hier war die Besetzung des Vorstands mit einem Team von einem bis zu sieben gleichberechtigten Vorsitzenden.

Die Arbeit des Kulturkreises selbst wird auch zukünftig ehrenamtlich geleistet und direkt und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgen, die der Bereicherung der Lahrer Kulturlandschaft dienen. Die geänderte Satzung erlaubt es aber auch ausdrücklich, die Initiatoren konkreter Projekte und Angebote für die von ihnen geleistete Kulturarbeit zu entschädigen.

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