Lahr Real: Mitarbeiter und Kunden nach wie vor unsicher

Der Real-Markt in der Offenburger Straße ist erst im vergangenen Jahr modernisiert worden. Foto: Baublies

Lahr - Was wird aus dem Real-Markt in Lahr? Das ist trotz des Verkaufs der Real-Kette an ein deutsch-russisches Konsortium eine offene Frage.

Verkauf der Real-Kette: Wie geht es weiter?

Schon seit Monaten gibt es Unsicherheit bei den Mitarbeitern, weil sich der Metro-Konzern vorgenommen hatte, sich von der Supermarktkette zu trennen. Jetzt ist klar: Real wird mit seinen 276 Märkten an das deutsch-russische Konsortium "SCP Group und X+Bricks" verkauft, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Ein Kaufvertrag sei unterschrieben.

Das Konsortium wolle 50 Filialen für mindestens zwei Jahre erhalten und weiterbetreiben. Der größte Teil der Filialen soll jedoch an andere Händler wie Edeka oder Kaufland verkauft werden. Von den neuen Betreibern werde die Zusicherung erwartet, Real-Mitarbeiter weiter zu beschäftigen, sagte Metro-Chef Koch nach Medienangaben.

Filialen ohne Zukunftsperspektiven sollen geschlossen werden. In einem ersten Schritt sollen etwa 30 Filialen geschlossen werden, heißt es weiter. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrats müssen 10 000 der insgesamt etwa 34 000 Real-Mitarbeiter mittelfristig mit einer Kündigung rechnen.

Was bedeutet das für den Real-Markt in Lahr?

"Wir können uns noch nicht zu den Standorten äußern", sagte Metro-Pressesprecherin Hülya Dagli auf Anfrage der Lahrer Zeitung. Sie verwies darauf, dass es noch einen Gremienvorbehalt der SCP-Gruppe gibt. Die Mitarbeiter der Real-Märkte seien schon bisher laufend informiert worden, so habe Metro-Chef Olaf Koch zuletzt über die Einigung mit der SCP-Gruppe in einem Schreiben an die Mitarbeiter berichtet. Auch über die weitere Entwicklung würden die Mitarbeiter informiert. Vom Betriebsrat des Lahrer Markts gab es keine Stellungnahme.

Aufwendige Sanierung und Überarbeitung

Real in Lahr hat rund 90 Mitarbeiter. Der Lahrer Markt, der eine Verkaufsfläche von 4600 Quadratmetern hat und der montags bis mittwochs von 7 bis 20 Uhr sowie donnerstags bis samstags von 7 bis 22 Uhr geöffnet ist, wurde aufwendig modernisiert. Nicht nur der komplette Getränkemarkt, auch der Eingangsbereich und die Verkaufsflächen wurden umgestaltet.

Das Lebensmittelsortiment wurde unter anderem um Produkte aus Permakultur erweitert, der Obst- und Gemüsebereich und auch der Nonfood-Bereich wurden überarbeitet. Nach Angaben von Real wurde bei den Lebensmitteln die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten intensiviert.

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