Lahr Musiknacht: Tolle Stimmung in der Stadt

Lahr - Groß war die Resonanz bei der Musiknacht am Samstag. Die dritte Auflage der Veranstaltung am Samstag sorgte für eine lebendige Innenstadt und volle Kneipen. In zehn Gaststätten wurde Musik geboten.

Es war auf den Straßen in der Stadt bis spät am Abend einiges los. Flaneure wechselten sehr häufig die Orte. "Wer spielt wo und vor allem was?" Und: "Wo sind wir noch nicht gewesen?" Der Flyer, den der Veranstalter "Dark Fairy Entertainmet" jedem an die Hand gegeben hatte, der ein Ticket wollte, war da eine gute Hilfe. Elf Events in elf Kneipen waren angekündigt. Kurzfristig hatte Hermann Hill mit Band im "Café Zeitlos" wegen Krankheit absagen müssen.

Die Bands waren teilweise von weiter her gekommen. So sind "The Rogues" aus Stuttgart, die im "Taumi Asia Fusion in der Kirchstraße" rockten. Die zierliche Frau war eine Röhre, kreischte, schrie und sang dabei auch richtig gut. "The Rogues" spielten auf dem Niveau, auf dem die Gäste aus den Häuschen gerieten. Im Café 1a sorgten "Los Criollos" mit Salsa und Latino für einen ganz anderen Stil. Wobei es einmal kurz nach 21 Uhr, als alle Bands der Musiknacht die Konzerte nahezu synchron begonnen hatten, an der Kreuzung der Kirch- mit der Schlosserstraße zu einem sehr seltenen musikalischen Ereignis kam. Zwei Bands, die beide auf der Straße zu hören gewesen sind, hatten – leicht versetzt – dasselbe Stück angesetzt. Einmal als Ballade, einmal als Rock der härteren Gangart.

Im "Zarko" trat die Lahrer Band "Under Construction" auf. Hier kochte die Stimmung schnell über. Die Rock’n’Roll-Einlagen der Band – in klassischer Besetzung, Gitarre, Bass, Gesang, Drums und Keyboard – waren mehr als hörenswert.

Der Begriff "Kuschelrock" für die gesamte Musiknacht war sicher angebracht angesichts der Tatsache, dass es in einigen Kneipen – so im Café Ben in der Bismarckstraße oder im "Platzhirsch" am Marktplatz – sehr eng wurde. Am und im "Platzhirsch", wo das Duo Renato Pantera mit einer "brasilianischen Musikparty", für Stimmung sorgte, war das relativ egal. Viele der Gäste nutzen die Heizstrahler im Freien davor. Da war der Sound auch nicht von schlechten Eltern. Das "Barblok" in der Lammstraße ist keine zehn Meter entfernt. Da gab es die Musik von der Konserve. Ein DJ legte auf.

Die Mischung der verschiedenen Stile kam an. Angesichts des Alters der meisten Besucher waren die überwiegend gecoverten Songs der 1960er- bis 1980er- Jahre auch sicher das richtige Angebot. Der Veranstalter war mit der Nachfrage hochzufrieden.

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