Lahr Musikalische Reise entlang der Seidenstraße

Zwei der vier Mitglieder der Gruppe "Sedaa", die mit ihrer Weltmusik die Zuhörer für sich gewann. Foto: Haberer Foto: Lahrer Zeitung

Lahr. Das letzte vom Treffpunkt Baden-Württemberg organisierte Konzert auf der Landesgartenschau hat das Publikum am Sonntag zu einer musikalischen Reise entlang der Seidenstraße eingeladen. Die Gruppe "Sedaa" führt orientalische Harmonien mit dem Klang der mongolischen Steppe zusammen, mit Pferdekopfgeige und Kehlkopfgesang, mit Popmusik und Klassik.

Dunkle, im Kehlkopf erzeugte Ober- und Untertöne schwirren durch die Luft, vermischen sich mit dem Klang von Pferdekopfgeige, Kontrabass und Cymbal (Hackbrett). Aus dem Orient wehen rhythmische Figuren und exotische Harmonien herüber. Die dabei entstehende Melange öffnet ein Fenster zu Klängen, in denen alte musikalische Traditionen mitschwingen, die magische Aura der Minimalmusik.

Auch wenn "Sedaa" auf Persisch "Stimme" heißt und der Gesang der drei Männer aus der Mongolei das atmosphärische Flair der gleichnamigen Gruppe prägt, beschreibt der Name den Ansatz des Quartetts nicht komplett. Das mit 120 Saiten bespannte Cymbal und die Pferdekopfgeige sind ebenso wichtig wie der Gesang von Nasaa Nasanjargal, Naraa Naranbaatar und Ganzorig Davaakhuu. Immer wieder wird auch die Handschrift des iranischen Perkussionisten und Gitarristen Omid Bahadori spürbar, einem leidenschaftlichen Vermittler zwischen den Kulturen. In Lahr, wo sie am Sonntagnachmittag zweimal gut eine Stunde lang in ihren Klangkosmos eintauchten, haben sie damit auf jeden Fall den Nerv der gut 200 Zuhörer getroffen. "Sedaa" verführte und umgarnte die Zuhörer mit ihren Gesängen aus einer anderen Welt. Der Auftritt der Gruppe setzte einen finalen Glanzpunkt unter die kleine Reihe der vom Treffpunkt Baden-Württemberg organisierten Weltmusikkonzerte.

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