Lahr Motto vom Suppenfest lautet: "An die Töpfe!"

Lahr - Ein passender Abschluss der interkulturellen Tage ist, wie in den Jahren zuvor, wieder das Suppenfest am Samstag in der Aula des Lahrer Max-Planck-Gymnasiums gewesen. Etliche Lahrer boten mehr als 20 verschiedene Suppen aus allen Erdteilen an.

Nach den Grußworten von Bürgermeister Guido Schöneboom und der anschließenden Aufforderung "an die Töpfe" war das Klappern von Löffeln und Suppentellern in der ersten halben Stunde das vorherrschende akustische Erlebnis. Die Aula war schnell gefüllt. Da das Motto Probieren, Schmecken und Vergleichen lautete, waren die Schlangen vor den jeweiligen Töpfen aber so lange nicht. Ein, höchstens zwei Schöpfer reichten den meisten Besuchern pro Durchgang aus. Es galt schließlich, an anderer Stelle erneut zu verkosten.

Erst gegen 13 Uhr lichtete sich das Feld ein wenig. Einige Suppen waren da bereits zur Gänze weg. 25 Liter russischer Borschtsch, rot und mit Rindfleisch garniert, gingen in der ersten halben Stunde über die Theke. Isabella Beck, die die Suppe in der Menge gekocht hat, freute sich über die Nachfrage und fügte hinzu, dass es vielleicht doch zu viele Linsen und Kürbisse gegeben habe. Manche würden doch eher eine herzhafte Suppe bevorzugen. Dass bei manchen Rezepten nicht gekleckert wurde, zeigte Sugirtha Navarathinam aus Sri Lanka nebenan. Ihr Rezept für eine Suppe namens "Pulichkansi" war gleich für 50 Personen dimensioniert.

Einen Wettstreit haben Schöneboom als Sozialdezernent und Senja Töpfer, Leiterin des Amtes für Soziales Schulen und Sport. Töpfer kredenzte eine fränkische Kürbissuppe, Schöneboom direkt daneben eine sächsische Variante. Ob die Konkurrenz das Geschäft belebt, sei hier dahingestellt. Kardamon und Zimt, Sonnenblumenkerne oder Krebsschwänze als Beilagen waren sicher gelungen. An anderer Stelle boten mehrere Frauen eine ukrainische Variante der Kürbissuppe an. Diese – mit Milch gekocht und einer dezent süßlichen Note – verlieh der Frucht einen komplett anderen Geschmack.

Andere Suppen stammten aus Portugal und Pakistan oder dem Irak und aus der Türkei. Ein Schild verwies auf eine "für-jeden-etwas-Suppe". Wenn man es so betrachtet, waren Flädlesuppe, badische Sauerkrautsuppe und Maultaschen heuer die Exoten. Das aber dürfte der Intention der Idee in ihrer elften Auflage auch entsprechen.

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