Lahr Mobilfunk: Netz wird ausgebaut - 5G ist noch kein Thema

Den neuen Mobilfunkstandard 5G gibt es in Lahr und der Region noch nicht. Dafür wird das LTE-Netz ausgebaut. Foto: Schmidt

Lahr - In Lahr sollen bis Ende des Jahres zwei neue LTE-Antennen installiert werden. Zusätzlich beauftragt Vodafone den Bau von zwei Mobilfunk-Sendemasten im Kreis und auch die Telekom rüstet auf. 5G ist jedoch noch nicht nutzbar.

5G ist die Zukunft

Die schnelle Mobilfunkverbindung der fünften Generation, kurz 5G, ist die Zukunft. Da sind sich Bund, Länder, Kommunen und auch die Mobilfunk-Anbieter Vodafone und Telekom einig.

Das schnelle Internet gibt es in Lahr und der Region bislang allerdings nicht. "Wann es 5G in der Ortenau gibt, kann ich noch nicht sagen", so Volker Petendorf, Konzernsprecher von Vodafone auf Nachfrage unserer Zeitung. Das LTE-Netz jedoch wird von Vodafone und Telekom ausgebaut.

Zwei neue Antennen in Lahr

Laut Vodafone sollen bis Ende 2020 in Reichenbach und in der Lotzbeckstraße zwei neue LTE-Antennen installiert werden. Die bauliche Umsetzung der Maßnahmen habe Vodafone bereits beauftragt. Auch in Oberkirch, Achern und Ettenheim werden LTE-Antennen auf einer bestehenden Mobilfunkstation angebracht.

Neuer Mast in Rust

In Rust soll einer von zwei neuen LTE-Sendemasten in der Ortenau gebaut werden. Weitere 10 000 Einwohner in der Region sollen demnach mit LTE versorgt werden. Bis 2022 will auch die Telekom laut einer Pressemitteilung 25 neue LTE-Standorte in der Ortenau eröffnen und 44 bestehende Standorte mit Antennen nachrüsten.

Bereits Erweiterungen in Umgebung

In Friesenheim, Gengenbach, Kehl und Offenburg hat das Unternehmen bereits auf LTE-Empfang erweitert. Insgesamt betreibt die Telekom derzeit 168 und Vodafone 124 Mobilfunkstandorte im Kreis. "Wir investieren knapp 1,1 Millionen Euro für den Ausbau in diesem Jahr", sagt Petendorf.

LTE im Ortenaukreis

Im Ortenaukreis versorgt die Telekom derzeit laut eigenen Angaben 95 Prozent der besiedelten Fläche mit LTE. Vodafone kommt auf eine Abdeckungsquote von 90 Prozent der Haushalte. "Das bedeutet allerdings nicht, dass auch in jedem Zimmer des Hauses LTE empfangen werden kann", gibt Petendorf zu bedenken.

Um die flächendeckende Versorgung auch in jedem Bereich der eigenen Wohnung nutzen zu können, müssten sich die Anwohner selbst um eine LTE-Außenantenne am Haus kümmern. "Ansonsten kann es sein, dass sie zwar im Flur noch LTE empfangen, in der Küche aber nicht", so Petendorf.

Fast keine weißen Flecken

"Weiße Flecken", also Gebiete, in denen es kein LTE gibt, gebe es in der Ortenau nahezu nicht. "Wenn sich Nutzer beschweren, dass sie zu Hause keinen LTE-Empfang haben, liegt es meistens an der fehlenden Außenantenne", erklärt Petendorf.

"Graue Flecken", in denen nur ein Mobilfunkanbieter LTE anbietet, gebe es hingegen noch. "Wir kooperieren mit der Telekom, um diese Flecken zu beseitigen", sagt der Vodafone-Sprecher.

Mast kann von mehreren Anbietern genutzt werden

Wenn ein Anbieter einen Mast baut, haben die anderen Unternehmen gegen eine Miete die Möglichkeit, ihre LTE-Antennen am Mast zu installieren. "Ein Mast kostet uns ungefähr 200 000 Euro plus Stromanbindung, eine Antenne zu installieren ungefähr 50 000 Euro", erklärt Petendorf.

Hintertür für Unternehmen

Die Ortenauer warten weiter auf die 5G-Versorgung – für Unternehmen tut sich allerdings eine Hintertür auf. "Wenn Firmen auf uns zukommen und erklären, dass sie 5G benötigen, wäre es möglich, eine Versorgung umzusetzen", so Petendorf.

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