Lahr Mehrheit ist für die Runde

Gute Nachrichten für Mike Köln (in Rot) und die RG Lahr: Sieben der zehn Verbandsligisten haben sich für die Runde ausgesprochen. Sportreferent Ralf Schick zeigte sich daher am Mittwoch optimistisch, dass im Herbst gerungen werden kann. Foto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

Gute Nachrichten für den RSV Schuttertal und die RG Lahr: die Mehrzahl der Ober- und Verbandsligisten will an der Runde im Herbst teilnehmen. Die endgültige Entscheidung soll nun Ende Juli fallen, die Tendenz ist mit diesem Votum aber klar.

Im Amateursport stehen die Zeichen langsam aber sicher auf Re-Start. Bereits ab dem 1. August soll der Fußball wieder rollen, die Tennisspieler jagen schon eine ganze Weile wieder über den roten Sand. Weitere Sportarten arbeiten derzeit an der kommenden Saison. So auch die südbadischen Ringer, die ihre Vereine zuletzt abstimmen ließen, ob sie an einer abgespeckten Runde ohne Auf- und Absteiger teilnehmen wollen (wir haben berichtet). Bis Dienstag hatten die Clubs Zeit für ihre Rückmeldung.

"Insgesamt sind die Vereine interessiert an einer Runde", sagte nun Ralf Schick aus Ettenheim, Sportreferent im Südbadischen Ringerverband. Zumindest für die Ober- und Verbandsliga zeigte er sich am Mittwoch sehr optimistisch. Nur zwei (Oberliga) beziehungsweise drei (Verbandsliga) Vereine hätten für eine mögliche Runde definitiv abgesagt, die anderen würde gerne auf die Matte gehen.

In der Landesliga dürfte es ziemlich eng werden

Das wolle man nun ermöglichen, so Schick. Bereits vor Ende der Abstimmung hatte der Verband verlauten lassen, dass man pro Liga fünf Vereine brauche, die mitmachen wollen. In den beiden höchsten Klassen in Südbaden ist das nun gegeben. In der Landesliga, in der der ASV Altenheim ringt, ist das Stimmungsbild etwas weniger deutlich. Fünf Teams hätten bereits abgesagt, vier wollen teilnehmen, so Schick, der am Mittwoch noch auf die letzte Rückmeldung wartete. Für den RSV Schuttertal (Oberliga) und den Verbandsligisten RG Lahr sind die Neuigkeiten vom Mittwoch positiv.

Beide Vereine hatten sich gegenüber unserer Zeitung für die Runde ausgesprochen, um den Sportlern Wettkampfpraxis geben zu können. Vom RSV wurden jedoch gleichzeitig auch kleinere Bedenken geäußert, was die Umsetzbarkeit des Hygienekonzepts betrifft. Vor allem Abstandsregelungen unter den Zuschauern seinen nur mit großem Aufwand umzusetzen, hatte der Pressewart Franz Oehler am Montag gesagt. Man hoffe daher darauf, dass bis zum Rundenstart, der frühestens im Oktober liegt, noch weitere Lockerungen von Seiten der Politik kommen. Mit diesen Bedenken stehen die Schuttertäler auch nicht alleine da, sagt Schick. Insgesamt äußerte er sich am Mittwoch allerdings optimistisch, dass man die Runde im Herbst starten könne.

"Anfang Mai noch nicht daran geglaubt"

"Wir wollen den Vereinen ermöglichen, ihren Sport durchzuführen", so der Sportreferent. Die endgültige Entscheidung über die Runde 2020 und deren Regularien will das geschäftsführende Präsidium Ende Juli bekannt geben. Die Tendenz scheint auf jeden Fall klar. "Anfang Mai hätte ich noch nicht daran geglaubt", ist Schick ehrlich. Die Freude, dass die Ringer im Oktober wohl tatsächlich auf die Matte gehen können, dürfte daher nicht nur bei ihm groß sein.

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