Lahr Jugendgemeinderat: Mehr Grün für den Rathausplatz

Grau und kahl zeigt sich der Rathausplatz. Foto: Baublies

Lahr - Das Ergebnis ist eindeutig: Der Rathausplatz bekommt bei den Lahrern schlechte oder sogar sehr schlechte Noten. Mitglieder des Jugendgemeinderats präsentierten zusammen mit Ulrike Ertl vom Seniorenbeirat das Ergebnis der Umfrage.

Die Befragung ist nach Altersgruppen aufgeschlüsselt worden: unter 14 (acht Prozent), von 14 bis 20 (14 Prozent), von 21 bis 59 (33 Prozent) und darüber (39 Prozent). Sechs Prozent wollten das Alter nicht angeben. Im Schnitt würden sich alle Befragten einmal in der Woche hier aufhalten, dazu würde aber auch das Warten auf den Bus gehören. Die Frage, ob man sich außerhalb von Veranstaltungen hier aufhalten würde, beantworteten 37 mit "Ja" und 84 mit "Nein".

Das Ergebnis fällt zum größten Teil negativ aus, bei allen Fragen gehört "sehr schlecht" immer zu den meist gewählten Antwortmöglichkeiten. Umgekehrt würden "gut" oder "sehr gut" am seltensten gewählt. Alle Befragten konnten nach folgenden Kriterien eine Bewertung abgeben: Wie einladend wirkt der Platz? Wie belebt wirkt der Platz, wie gerne halten Sie sich dort auf? Wie ist die Aufenthaltsqualität? Wie attraktiv ist es für Familien? Wie attraktiv ist es für Erwachsene? Wenn man alle Befragten zusammen zählt, hat eine knappe Mehrheit alle Fragen mit "Mittelmäßig" geantwortet. Dann folgen die schlechten Noten. Gute Noten sind dagegen deutlich seltener vergeben worden. Bei Älteren steigt die Tendenz in Richtung "schlecht" oder "sehr schlecht".

Eine weniger schlechte Nachricht, die Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller auch so annahm, sind konkrete Mängel. So nannten 73 der Befragten, dass fehlende Sitzgelegenheiten ein Manko wären. Mehr Pflanzen als Verbesserungsvorschlag nannten 54 aller Teilnehmer an der Befragung. Mehr Sitzgelegenheiten standen an der Spitze aller Altersgruppen. Die unter 14-Jährigen wünschten sich an zweiter Stelle einen Brunnen, die unter 20-Jährigen wollten an zweiter Stelle den Spielplatz verbessern. Die verbleibenden Altersklassen, die zahlenmäßig die Mehrheit haben, favorisierten auf dem zweiten Platz mehr Grün oder Pflanzen.

Der OB ergänzte, dass man diese Wünsche mehr Sitzgelegenheiten und die Bepflanzung am ehesten realisieren könnte. Dagegen würden Wasserspiele aufwendige Bauarbeiten nach sich ziehen. Müller erklärte hier auch, warum der Rathausplatz heute so aussieht. An der Stelle, wo die Bäume vor dem Spielplatz stehen, war ein Solitärgebäude geplant. Da sollte es ein Beratungszentrum mit einem Café und einem entsprechend gestalteten Vorplatz geben. Dieser Plan wurde vor 15 Jahren nach einem Bürgerentscheid gekippt.

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