Lahr Max Dilgers Warten hat eine Ende

Als am vergangenen Sonntag Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Co. in Spielberg das erste Formel-1-Rennen einer verkürzten Saison bestritten, war der Max Dilger gerade auf der Autobahn. Sein Ziel: die Sulzer Heimat. Zuvor war der Speedway-Fahrer für drei Tage zum Training in Polen gewesen. Denn wenn am Sonntag die Formel-1-Profis erneut in Österreich auf die Strecke gehen, wird auch Dilger wieder im Wettkampfmodus sein.

Im Kader für Team Deutschland

"Normalerweise fängt meine Saison ja schon im März an", sagt Dilger. Doch die Corona-Pandemie sorgte für viele Streichungen im Rennkalender. Lange Zeit war der Lahrer, der normalerweise durch ganz Europa tourt, zum Daheimbleiben gezwungen. Am Wochenende geht es nun aber los, die ersten beiden Veranstaltungen mit Wettkampfcharakter warten auf Dilger. In Wittstock und Wolfslake (beides in Brandenburg) stehen die ersten Saisonrennen an. An beiden Tagen geht Dilger für das Team Deutschland an den Start, die Rennen sind dabei jedoch kein Teil einer Meisterschaft sondern Einzel­events.

"Dort können wir unter Rennbedingungen ein paar Teile ausprobieren", sagt Dilger, dem am Telefon schon die Sehnsucht nach Wettkämpfen anzumerken ist. "Ich warte voller Vorfreude auf den Start", so der Sulzer. Die Rennen in Brandenburg werden dabei sogar vor Fans ausgetragen, bis zu 1000 Zuschauer sind zugelassen.

Ziel ist der Aufstieg mit der Mannschaft

Knapp drei Wochen später, am 31. Juli, beginnt für Dilger dann die zweite polnische Liga. Das Ziel für die insgesamt 14 Rennen, die bis Ende September stattfinden sollen, ist klar. "Wir möchten auf jeden Fall eine Liga höher", ist Dilger optimistisch. Auch in Polen werden die Fahrkünste von Dilger und Co. nicht im Verborgenen bleiben. Bis zu 25 Prozent aller Zuschauer, gerechnet nach dem jeweiligen Fassungsvermögen, dürfen nach derzeitigem Stand an die Strecke. Zudem werden die Rennen im polnischen Pay-TV-übertragen.

Für Dilger hat das lange Warten also ein Ende. Ob er in diesem Jahr jedoch auch in Deutschland Meisterschaftsrennen fahren wird, ist fraglich. Die Veranstalter seien vor allem auf die Zuschauereinnahmen angewiesen, sagt Dilger. "Und man kann noch nicht abschätzen, wie viele Zuschauer rein dürfen".

Sein Fokus liegt daher vorerst auf der polnischen Liga. Durch die lange Vorbereitungszeit ist er auf jeden Fall körperlich fit. "Wie es dann auf dem Motorrad aussieht, ist natürlich ein zweites Paar Schuhe", sagt er. Einen ersten Fingerzeig werden wohl die beiden Rennen in Brandenburg am Wochenende geben.

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