Lahr Markus Ibert will OB werden

Lahr - Das Kandidaten-Karussell für die OB-Wahl am 22. September in Lahr beginnt sich zu drehen: Markus Ibert (51), IGZ-Chef für das Industrieareal am Flughafen, tritt an. Erster Bürgermeister Guido Schöneboom will sich erst im Juni erklären.

Ibert ist der zweite Bewerber, der öffentlich feststeht. Bereits vor Monaten hatte der einstige Linken-Stadtrat Lukas Oßwald seine OB-Kandidatur angekündigt.

Die Lahrer CDU unterstützt Iberts Kandidatur. "Er bringt alles mit, was der zukünftige OB von Lahr braucht", so die Fraktionsvorsitzende Ilona Rompel. Ibert sei es zu verdanken, dass auf dem Flugplatzareal "mehr als 5000 Arbeitsplätze geschaffen werden konnten", so Rompel. Und mit ihm als Verbandsdirektor habe das "Hauen und Stechen" im Flugplatz-Zweckverband aufgehört.

Weitere Aspiranten für den Posten halten sich noch zurück oder winken ab: Erster Bürgermeister Guido Schöneboom erklärte gegenüber der Lahrer Zeitung, dass er sich trotz der Ankündigung von Ibert nicht vor Anfang Juni dazu äußern werde, ob er als OB-Kandidat antritt. Bei diesem Zeitplan bleibe es. Viele Beobachter erwarten, dass er seinen Hut in den Ring wirft. Schöneboom ist OB-Vize im Rathaus. Er ist nicht Mitglied der SPD, sitzt aber für diese im Kreistag und tritt dort erneut zur Wahl an.

Carsten Gabbert, Bürgermeister der Gemeinde Schuttertal, will sicher nicht OB von Lahr werden. Das erklärte der Grüne auf Nachfrage unserer Zeitung. Sein Name war mehrfach gehandelt worden. "Ich bin in letzter Zeit tatsächlich immer mal wieder angesprochen worden. Das hat mich gefreut, Lahr ist ja meine Heimatstadt", so Gabbert. Allerdings habe er "keinerlei Pläne", in Lahr zu kandidieren. Gabbert: "Ich kenne Markus Ibert seit 25 Jahren und denke, damit hat Lahr doch einen wirklich guten Kandidaten."

In seiner Pressemitteilung erklärt sich Ibert zur Kandidatur. "Ich habe mich schon eine ganze Zeit mit der anstehenden Wahl in Lahr beschäftigt. Dass mich in den vergangenen Monaten immer mehr Menschen auf die Wahl angesprochen und zur Kandidatur ermutigt haben, hat mich in meinem Wunsch bestärkt, Oberbürgermeister von Lahr zu werden", schreibt der 51-Jährige, der erst vor wenigen Wochen er eine Vertragsverlängerung als Chef der IGZ erhalten hatte.

CDU unterstützt Iberts Kandidatur

Ibert möchte den Bürgern "ausreichend Gelegenheit geben, mich kennenzulernen. Mir möchte ich die Zeit nehmen, über die wichtigen Themen Lahrs ins Gespräch zu kommen", begründete er seine frühzeitige Kandidatur. Er habe sich intensiv mit der Entwicklung der Stadt beschäftigt. Mit seiner Führungserfahrung und seinem Verwaltungswissen sehe er sich "sehr gut gewappnet für die anspruchsvolle Aufgabe". Seine Lebenserfahrung sieht der dreifache Vater als Vorteil.

Ibert ist Vorsitzender der Musikkapelle Wallburg. "Als Vereinsmensch weiß ich, welch wichtige Arbeit dort geleistet wird. Auch in Lahr will ich daran arbeiten, dass die gute Arbeit fortgesetzt werden kann", erläutert Ibert. "Dies gilt für den sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich." Schon seit vielen Jahren arbeitet Ibert in Lahr; zunächst bei der Stadtverwaltung und seit 2005 als Geschäftsführer und Verbandsdirektor. Gerade diese verantwortungs­volle Tätigkeit habe ihm ein breites Netzwerk geöffnet. "Die Region Lahr ist meine Heimat, hier sind meine Familie und ich zuhause. Für mich ist es eine Herzenssache, mit aller Kraft dafür zu arbeiten, dass sich Lahr und seine Stadtteile gut entwickeln." Ein Wahlprogramm legt Ibert noch nicht vor. Infos unter www.markus-ibert.de.

Ibert wollte seine Kandidatur eigentlich erst am heutigen Samstag in der Zeitung lesen. Doch durch eine Panne wurde die Nachricht schon am Freitag online publik. Wir hatten daraufhin auf www.lahrer-zeitung.de berichtet.

Am 28. August endet die Bewerbungsfrist für Lahrs OB-Wahl. Schon am Tag darauf, Donnerstag, 29. August, bietet die Lahrer Zeitung ein öffentliches Wahl-Podium. Es wird in der neuen Mehrzweckhalle auf dem LGS-Gelände stattfinden. Eingeladen werden alle Kandidaten.

  • Bewertung
    3