Lahr Mädchen fiebern Premiere entgegen

Lahr - Alle Jahre wieder lädt die Rollkunstlaufabteilung des SV Solidarität zu ihrer Show in die Großmarkthalle ein. Am 19. und 20. Januar flitzen die Läuferinnen als Comic-Figuren über den Hallenboden. Wir haben sie bei den Proben besucht.

 

Es ist Montagabend, kurz nach 18 Uhr. Die Läuferinnen der Rollkunstabteilung im SV Solidarität haben sich in der Halle versammelt, um für die Aufführungen nächste Woche zu proben. Manche von ihnen sitzen auf den Stufen oder in den Zuschauerrängen, andere stehen an der Tür, wieder andere haben sich im Hintergrund versammelt und flüstern aufgeregt.

"Mission impossible", die Filmmelodie, tönt durch die alte Großmarkthalle. Eine Gruppe Rollkunstläuferinnen fährt in Formation an den ziemlich leeren Zuschauerrängen vorbei. Ellen Karotsch, Trainerin und für die Rollkunstshow verantwortlich, rollt nebenher, korrigiert hier und da, lässt die Mädchen ihren Part mehrfach wiederholen.

Zahl der Teilnehmerinnen ist auf Rekordhoch

Die Showelemente sind im Prinzip klar. Schließlich wird das Programm vom Vorjahr wiederholt. Das ist bei den Rollkunstläuferinnen so üblich. Aber es gibt auch Neue unter den Läuferinnen und an einigen Stellen muss Karotsch noch ein bisschen an der Umsetzung feilen.

Zwölf neue Teilnehmerinnen sind seit der letztjährigen Aufführung dazugekommen. "Wir haben in diesem Jahr 52 Läuferinnen, so viele wie noch nie", erzählt die Trainerin erfreut. Um auch alle in der Show auftreten zu lassen, hat sie den Reigen von Bugs Bunny, Fred Feuerstein, Micky Maus, den Schlümpfen und anderen um die lustigen Dalmatiner und Cruella De Vil erweitert. Titel der Show: Titel "Rolling Cartoons".

Eine der "dienstältesten" Läuferinnen ist Juliane Richter, im Verein einfach nur Jule genannt. Die Mittvierzigerin steht seit Kindertagen auf den acht Rollen und ist heute Trainerin. Wettkämpfe läuft sie nicht mehr, die Jahresshow aber lässt sie sich nicht nehmen. "Das ist für uns alle immer ein Höhepunkt im Jahr", erzählt sie. Neben den ganzen Pflichtprogrammen, die die Rollkunstläufer für die Wettbewerbe einstudieren, ist die Kür der abendlichen Aufführungen eine willkommene Abwechslung.

Ob die diesjährige Rollkunstlaufshow wohl die letzte in der Großmarkthalle sein wird? Im Januar 2019 ist ja schließlich die neue Sporthalle auf dem Gelände der Landesgartenschau in Betrieb. "Ich hoffe es nicht", sagt Juliane Richter. Fürs Training und die Wettkämpfe sei die neue Halle ideal. Aber für die Show würden die Rollschuhläufer sehr gern weiterhin die Großmarkthalle nutzen. "Das ist einfach ein ganz eigenes und tolles Ambiente. Die Zuschauer sitzen erhöht und seitlich der Laufbahn, haben so den Blick auf den gesamten Showbereich frei."

Inzwischen sind der rosarote Panther und Inspektor Clouseau angetreten, ihren Part auf insgesamt 16 Rollen einzustudieren. In der Halle heißt es jetzt "Wer hat an der Uhr gedreht?"

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