Lahr Machbare Sache für HSG Ortenau Süd

Zwei Punkte peilt Moritz Wilhelm von der HSG Ortenau Süd gegen das abgeschlagene Schlusslicht Waldkirch/Denzlingen an. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Nach der letzten Pleite will der TuS Schutterwald Wiedergutmachung betreiben und den Druck auf Primus Hofweier erhöhen. Am anderen Ende der Tabelle treffen mit Waldkirch und der HSG Ortenau Süd zwei Kellerkinder im direkten Duell aufeinander.

(smü). SG Waldkirch/Denzlingen - HSG Ortenau Süd (Sonntag, 17 Uhr). Nach den beiden Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten TuS Oberhausen und SG Köndringen/Teningen 2 sollte nun in Waldkirch zwingend ein Sieg her. Die Gastgeber stehen derzeit mit nur einen Punkt auf dem letzten Platz und mussten sich zuletzt bei der SG Kappelwindeck/Steinbach deutlich mit 22:33 geschlagen geben. Das Hinspiel der beiden Teams ging recht knapp mit 29:25 an die HSG. Deren Coach Mirko Reith konnte den Gegner zuletzt unter die Lupe nehmen und seinen Jungs einige Tipps geben. "Wir müssen den Gegner in einen aufgebauten Angriff zwingen", so Reith, denn dann ist er sicher, dass seine Jungs mit einer stabilen und konzentrierten Deckung, den Gastgeber in den Griff bekommen. In der Deckung muss die Reith-Sieben, vor allem auf Mittelmann Simon Lehmann, Dreh- und Angelpunkt im Spiel der SG, ein großes Augenmerk legen.

Doch auch bei Waldkirch heißt das Höhner-Motto im Abstiegskampf: "Wenn nicht jetzt, wann dann?" Die Mannschaft von Sebastian Strübin rechnet sich im Heimspiel durchaus Chancen auf den ersten doppelten Punktgewinn aus. (ps). HGW Hofweier - BSV Phönix Sinzheim (Samstag, 19.30 Uhr). Sinzheim, eine Mannschaft, die das Angriffsspiel über weite Phasen der Partie verschleppt, hat sich schon in der Vorrunde als unbequemer Gegner dargestellt. Die wichtigsten Protagonisten hat Trainer Kalman Fenjö in Torwart Peter Fodor, Kreisläufer Fabien Winogrodzki, Luis Pfliehinger auf Außen, Rückraumspieler Valierre Kirschner, sowie Spielgestalter Alexander Bossert.

Michael Bohn hat in der Vorbereitung auf Samstag die Qualitäten des Gastes herausgearbeitet. Von seiner Mannschaft erwartet er eine wesentlich höhere Quote beim Verwerten der Möglichkeiten und eine erhebliche Beschränkung der technischen Fehler. In gar keinem Fall soll die exzellente Ausgangsposition, die sich durch die Niederlage von Schutterwald aufgetan hat, leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. "Sinzheim hat vergangene Woche gegen Altenheim gewonnen. Das zeigt über wie viel Qualität die Mannschaft verfügt", erläutert der HGW-Coach.

Altenheim droht der Absturz ins Niemandsland

"Für uns gilt das gleiche wie in den letzten Spielen auch. Wir müssen es in unserer momentanen personellen Situation wieder schaffen, ans Limit zu kommen", so Bohn,  der womöglich auf Fabian Wild verzichten muss, den Schulterprobleme plagen. (skl). TuS Schutterwald - TV Oberkirch (Freitag, 20 Uhr). Auch wenn die 26:33-Niederlage gegen die SG Muggensturm/Kuppenheim am letzten Wochenende auf dem Papier natürlich nach einer ganz schönen Klatsche aussieht, betont TuS-Coach Nico Baumann, dass für sein Team durchaus mehr drin gewesen wäre. "Natürlich liest sich das vom Ergebnis her extrem. Aber wir waren acht oder neun Minuten vor dem Ende mit vier hinten und vergeben dann zweimal völlig frei. Das wäre die Chance gewesen, ranzukommen." Stattdessen war die Spielgemeinschaft immer weiter davongezogen. "Das war von der Höhe her schon heftig, aber meine Spieler sind alt genug, um das zu verarbeiten. Jetzt heißt es Mund abwischen und weitermachen", so der Trainer des Tabellenzweiten.

Trotz Tabellenplatz elf sieht Baumann den TV Oberkirch keinesfalls als "Laufkundschaft" an. "Wir nehmen die wirklich nicht auf die leichte Schulter, denn Oberkirch hat richtig gute Spieler", so der Coach trotz des deutlichen 38:28 im Hinspiel. "Das wird auf jeden Fall eine interessante Aufgabe." Auch das Titelrennen hat der "ewige Vize" noch lange nicht abgeschrieben. "Es ist noch alles offen. Am Ende könnte es auf das direkte Duell mit Hofweier hinauslaufen", sagt Baumann, der jedoch einschränkt: "Aber das ist noch in weiter Ferne. Zunächst müssen wir erst mal unsere Hausaufgaben erledigen." (skl). TuS Altenheim - SG Kappelwindeck/Steinbach (Samstag, 20 Uhr). Für Altenheims Trainer Timo Heuberger, dessen Team nach der jüngsten Pleite gegen Sinzheim droht, ins Niemandsland der Tabelle abzurutschen, ist das Heimspiel gegen den Vorletzten, das "richtige Spiel, um wieder Sicherheit zu bekommen". Dennoch will der TuS-Coach mit dem nötigen Respekt an die Sache gehen. "Es ist nicht einfach gegen die SG zu spielen, da sie eine sehr unangenehme Mannschaft haben", so Heuberger, dessen Team beim 29:24 im Hinspiel erst in den letzten zehn Minuten den Deckel auf den Auswärtssieg hatte machen können.

Welche Spieler Heuberger gegen die Spielgemeinschaft zur Verfügung stehen werden, steht noch nicht fest, da einige Akteure mit Grippe auszufallen drohen. Definitiv nicht mit dabei sind die Langzeitverletzten Thomas Gaudin, Jan Meinlschmidt, Tobias Biegert und Noel Lefevre. Auch Unterstützung aus der Reserve dürfte es schwerlich gegen, wie Heuberger betont: "Die sind selbst dünn besetzt." Dennoch hofft der TuS-Trainer natürlich auf einen Erfolg seiner Truppe: "Ich hoffe, dass sie die letzte Niederlage weggesteckt haben."

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