Lahr Los geht es mit Deutsch

Ab heute heißt es Ruhe auf den Gängen. Die Abiturprüfungen an allgemeinbildenden Schulen beginnen. Foto: Archiv

Lahr - Der Ernst des Lebens hat für viele schon vor mehr als zehn Jahren mit dem Eintritt in die Schule begonnen. Ab heute können Schüler ihre schulische Laufbahn krönen, denn auch an den allgemeinbildenden Schulen startet jetzt das schriftliche Abi.

 

An den vier allgemeinbildenden Schulen in der Stadt beginnen heute die schriftlichen Abiturprüfungen. Vergangenen Freitag und Montag haben die beruflichen Schulen den Auftakt gemacht, ab heute ziehen die Schüler des Max-Planck-Gymnasiums (MPG), des Clara-Schumann-Gymnasiums, des Scheffel-Gymnasiums sowie der Freien Evangelischen Schule mit der traditionellen Deutsch-Klausur nach. Es folgen Klausuren in den Kernfächern wie Englisch, Biologie, Geografie und Mathematik.

Dazu kommen noch wahlweise Klausuren in Fremdsprachen, Gesellschafts- und Naturwissenschaften. Je nachdem, wie ein Schüler seine Fächer ausgewählt hat, schreibt er unter Umständen drei Klausuren in nur 72 Stunden. Bei erfolgreicher Absolvierung der schriftlichen und wenig später der mündlichen Prüfungen könnten dieses Jahr insgesamt 434 Schüler Abitur machen -- die Schüler an den beruflichen Schulen mit eingerechnet. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Abiturienten mit 460 noch etwas größer. "Das liegt vor allem daran, wie viele Schüler sich damals vor acht Jahren an den Schulen angemeldet und wie viele Schüler die schwierige Mittelstufe überstanden haben", sagt etwa Christoph Bohn, Schulleiter vom Max-Planck-Gymnasium. Viel habe einfach mit der "Akquisition" zu tun, erklärt Bohn auf Nachfrage. Dennoch seien Schwankungen in der Abiturientenzahl nichts Ungewöhnliches, heißt es auch von anderen Schulen.

Am Scheffel-Gymnasium gehen dieses Mal sogar deutlich mehr Schüler in die Abiturprüfungen als 2017. Einschränkend muss jedoch gesagt werden, das unterstreicht auch Sabine Rühtz, Schulleiterin des Scheffel-Gymnasiums, dass die Schüler erst einmal nur für die schriftlichen Prüfungen, die heute bundesweit gleichzeitig an allgemeinbildenden Schulen beginnen, zugelassen sind. "Für die mündlichen Prüfungen Ende Juni sind sie noch nicht zugelassen, auch, wenn sie die schriftlichen Abiturprüfungen schon erfolgreich absolviert haben sollten. Wenn es für einige im zweiten Halbjahr sogar schlecht läuft, werden sie nicht zu den mündlichen Prüfungen zugelassen." Die Konsequenz wäre fatal: Sie könnten das Gesamtabitur nicht machen und müssten nächstes Jahr nochmals antreten. "Wir haben aber diese wenigen Schüler im Blick", sagt Rühtz.

Am Clara-Schumann-Gymnasium – dort schreiben auch die angehenden Abiturienten der Freien Evangelischen Schule die Prüfungen -- sind die Abiturientenzahlen konstant geblieben. "Das freut uns natürlich, dass wir keine großen Differenzen bei den Abiturientenzahlen haben", sagt Schulleiter Joachim Rohrer, der auch auf den "außergewöhnlich langen Zeitraum der schriftlichen Prüfungen" hinweist. 2018 schreiben die Abiturienten bis zum 2. Mai schriftliche Prüfungen. Das sind zwei Wochen. Mathe wird das letzte Fach sein Danach geht es wieder in die Schule, schließlich stehen im zweiten Halbjahr noch Klausuren und Tests ­an.

Kürzere Abiturphase in diesem Jahr als sonst

Vorausgesetzt alles läuft glatt, was nicht nur die Abiturienten, sondern auch die Schulleiter hoffen, geht es Ende Juni in die mündlichen Prüfungen. Die Schüler bekommen eine Woche lang Zeit, eine Präsentation zu einem ihnen bekannten Thema auszuarbeiten und zu präsentieren. "Am 25. und 26. Juni haben wir bei uns mündliche Abiturprüfung", sagt Rohrer. Am 28. und 29. Juni findet die mündliche Abprüfung am "Scheffel" statt, sagt Sabine Rühtz.

Insgesamt sei dieses Jahr die gesamte Prüfungszeit kürzer als in den Vorjahren. Den Schülern kann es egal sein; sie freut es sicherlich, wenn der Abistress schnell vorbei ist und dann eine neue Lebensphase beginnt.

> Video-Umfrage: Wie gut haben sich die Lahrer gemerkt, was sie vor Jahren in der Schule gelernt haben? Darum geht es in unserer Video-Umfrage, die Nadine Goltz und Julia Schmidt am Dienstag in der Lahrer Innenstadt gemacht haben.

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