Lahr LGS-Macher feilen an Details

Lahr - Rund 12 000 Menschen sind in den ersten fünf Tagen auf die Landesgartenschau geströmt. Damit ist die LGS-GmbH sehr zufrieden. An mehreren Punkten soll noch nachgebessert werden, versprach LGS-Chefin Ulrike Karl am Montag im Gemeinderat.

 

Die LGS-Geschäftsführerin gab im Rat einen kurzen Einblick in erste Bewertungen der Starttage. "Es ist noch nicht alles ganz rund gelaufen", räumte sie ein. Vor allem der Ansturm am Eröffnungsabend habe ihr Team völlig überrascht. "Da haben wir Fehler gemacht, aus denen wir lernen", sagte sie selbstkritisch.

Am Eröffnungstag seien 3000 Besucher auf das Gelände gekommen, am Freitag 1000 und am Samstag rund 3000 Menschen. Der Top-Tag sei der Sonntag mit 5000 Gästen gewesen. "Das Gelände hätte aber leicht noch das Doppelte Fassen können, ohne, dass es Probleme gegeben hätte", sagte Karl. Auffallend viele Lahrer und Bewohner der umliegenden Orte traf man an den ersten Öffnungstagen. Rund 18 000 Dauerkarten seien nun verkauft.

"Man sollte nicht über Kleinigkeiten schimpfen, die jetzt noch nicht perfekt laufen. Wir sehen jetzt schon, dass die Schau eine ganz wunderbare Sache wird, auf die die Lahrer stolz sein können!“ So äußerte sich CDU-Fraktionssprecherin Ilona Rompel am Montag im Gemeinderat. Dem stimmten die Ratkollegen mit Beifall zu.

Dennoch gibt es Kritikpunkte an einzelnen Stellen. Wir haben diese aufgelistet und die LGS-Macher um Antworten gebeten.

Was lief bei den Parkautomaten noch nicht rund?

An den Parkplätzen gab es anfangs Unklarheiten, wie das Bezahlen funktioniert. Es wurden Hinweisschilder an den Automaten aufgehängt.

Weshalb müssen die Ehrenamtlichen Parkgebühren bezahlen?

Ehrenamtliche müssen an den Tagen, an denen sie im Dienst der Landesgartenschau auf dem Gelände unterwegs sind, keine Parkgebühren bezahlen. Ebenso wie Ausstellern und Dienstleistern stehen ihnen Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Diese sind jedoch nicht auf P1, dem großen Parkplatz direkt am Eingang Vogesenstraße.

Wird um das Gelände herum nun stärker auf Falschparker geachtet?

Ja. Auf umliegenden öffentlichen und privaten Parkplätzen hängen jetzt deutliche Parkverbotsschilder oder es gelten zeitliche Begrenzungen zur Parkdauer. "Hier handelt es sich um private Parkplätze oder Parkplätze von Unternehmen. Auf die Kontrollen und deren Häufigkeit hat die Landesgartenschau keinen Einfluss", sagt Sprecherin Petra Sattler.

Wie läuft das mit den Einlasszeiten abends?

Da klemmt es derzeit noch. Es fehlen Ehrenamtliche, um die Öffnungszeiten abends auszuweiten. "Wir setzen uns jetzt zusammen und besprechen, was wir da ändern können", sagt Ulrike Karl. Man habe erkannt, dass der Andrang abends deutlich stärker sei als gedacht. Das freue die Organisatoren natürlich. "Die LGS wird so zum Treffpunkt in Lahr." Besucher hatten sich beschwert, weil sie nach Kassenschluss nicht mehr zu Abendveranstaltungen aufs Gelände kamen. Am Eingang ist derzeit noch klar vermerkt, dass Dauerkartenbesitzer vor 19 Uhr auf dem Gelände sein müssen. Und: "Öffnungszeiten können sich bei Abendveranstaltungen ändern." Wie eine ausgeweitete Öffnungszeit für Dauerkartenbesitzer geregelt wird, wird also geklärt.

Wie lange darf ich auf dem Gelände bleiben?

Laut Aushang bis Einbruch der Dunkelheit. Also im Hochsommer bis nach 22 Uhr, vermutlich. Die Nachtsperrzeit beginnt bei Abendveranstaltungen 30 Minuten nach Veranstaltungsende. Dann kommt man über die Drehkreuze wieder hinaus. Nachts darf sich laut Aushang niemand Unbefugtes mehr auf dem Areal herumtummeln.

Bei der Bewirtung klemmte es unter anderem am Haus am See. Was passiert da?

Generell werden auch die Abläufe der Gastronomie kritisch geprüft und gegebenenfalls verbessert, verspricht die LGS GmbH. Viele Besucher wollten einfach am See essen und trinken und nicht im Bürgerpark, sagt Ulrike Karl. Gäste berichteten von Wartezeiten von 45 Minuten auf einen Kaffee und fanden 4,50 Euro für ein Stück Kuchen viel.

Warum kosten die Toiletten Benutzungsgebühr?

Die 50 Cent seien absolut freiwillig, betont die LGS. Man werde mit den Gastronomen nochmal sprechen. Besucher hatten sich beklagt, bei 18 Euro Tageseintrittspreis auch noch für den Gang zur Toilette extra bezahlen zu müssen.

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