Lahr Lahrer Ziel: "Überholverbot" für Kehl

Für Kehl läuft’s zurzeit glänzend, am vergangenen Wochenende besiegten die Grenzstädter den FC Singen mit 5:0. Das Foto zeigt den Treffer zum 4:0 durch Eleyes Bounatouf (rechts). Foto: Fissler

Das nächste Ortenau-Derby erwartet den SC Lahr, diesmal im Stadion Klostermatte. Dort treffen die Gastgeber heute Abend auf den punktgleichen Kehler FV, der an ihnen vorbeiziehen will. Das will der SC verhindern.

 

(tom/fis). Verbandsliga: SC Lahr – Kehler FV (heute, 18.45 Uhr). Das Spiel wird auf der Klostermatte ausgetragen, um den Rasen im Stadion Dam-menmühle für das südbadische Pokalfinale zu schonen.

Die Voraussetzungen für Lahr (Platz sieben, 48 Punkte) liegen ähnlich wie vor Wochenfrist gegen Offenburg (0:0). Allerdings stelle man sich auf einen aktuell starken Kontrahenten ein, sagt Lahrs sportlicher Leiter Petro Müller. "Der KFV befindet sich in einer sehr guten Form, hat vier seiner jüngsten fünf Spiele gewonnen. Für uns muss es darum gehen, die Leistung der Vorwoche zu bestätigen, diesmal aber nicht so verschwenderisch mit unseren Torchancen umzugehen", so Müller. Die Gäste (Platz acht, 48 Punkte) seien in der Vorrunde von erheblichem Verletzungspech geplagt worden, eine Entwicklung, die andere Mannschaften erst jetzt richtig zu spüren bekämen.

Das Hinspiel gewann Lahr mit 3:0, allerdings erst nach sehr kuriosem Spielverlauf. "Wir gewinnen vermeintlich klar mit 3:0 in Kehl, können zur Pause aber bereits 0:2 hinten liegen. Es sind oftmals Kleinigkeiten, die auf diesem Niveau Spiele entscheiden", so SC-Trainer Oliver Dewes. Von Lahrer Seite erwartet man einen Kontrahenten, der nicht von Beginn an mit voller Kraft auf die Spielkontrolle aus sein werde, im Wissen um die SC-Konterqualitäten. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Hinspielniederlage nicht vergessen sei. "Wir müssen unser Spiel, unsere Stärken wieder einbringen, mit der Maßgabe, effizienter vorzugehen", betont Müller.

Personell wird sich bei Lahr nicht viel ändern, die jüngsten Verpflichtungen der Offensivakteure Yannic Prieto und Stephane Lauffenburger bürgen dafür, dass der Konkurrenzkampf im SC-Kader ab Sommer noch schärfer ausfallen wird. "Gerade die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass wir aufgrund von Verletzungen und anderen Gründen wieder einen großen Kader brauchen werden. Prieto und Lauffenburger bringen hervorragende Qualitäten ein, wodurch wir weitere Verstärkung erhalten", so der sportliche Leiter. Auf der Zugangsseite sind weitere Verpflichtungen möglich, während bei den Planungen lediglich noch hinter Janosch Bologna und Dimitri Holm Fragezeichen stehen. Einziger definitiver Abgang ist Hakan Ilhan (Langenwinkel).

Vor Wochen war es noch Utopie, dass Kehl (Platz acht, 48 Punkte, aber das schlechtere Torverhältnis gegenüber dem Siebten Lahr) dem SC Lahr und dem OFV in der Tabelle bedrohlich nahekommt, doch die Vorzeichen haben sich geändert. Die Formkurve der Grenzstädter zeigt steil nach oben, während sich die Konkurrenten regelmäßig ihre Auszeit nehmen.

19 Punkte aus sieben Partien: Besser könnte die jüngste Bilanz der Braun-Schützlinge kaum sein. Beim 5:0-Kantersieg gegen Singen konnte sich der KFV zuletzt sogar den Luxus erlauben, Abwehrchef Anis Bouziane zu schonen. "Wir können derzeit fast jeden Spieler ersetzen, denn es läuft super. Die Mannschaft ist präsent und harmoniert auf dem Feld. Zudem machen wir zum richtigen Zeitpunkt die Tore. Sicher ist Lahr ein anderes Kaliber als Singen", so Jürgen Sax, der sportliche Leiter der Kehler. Das Ziel der Gäste steht fest: "Den Schwung der letzten Wochen wollen wir mitnehmen und auch in Lahr punkten. Wir können sowohl Offenburg, unseren nächsten Heimspielgegner, als auch Lahr in der Tabelle überholen", ist Sax optimistisch. Seine Kehler können indes personell aus dem Vollen schöpfen.

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