Lahr Lahr-Tag: Abwechslungsreich auf der Landesgartenschau

Lahr - Beim Lahr-Tag hat sich die Stadt wie versprochen "bunt und vielfältig" gezeigt. Bereits am Vormittag kamen zahlreiche Besucher auf die Landesgartenschau. Schade war, dass beim Auftritt der Funk Farmers recht wenige Besucher da geblieben waren.

Die brüllende Hitze mit Temperaturen Richtung 40 Grad-Marke ist am Samstag ausgeblieben. Es hat nicht geregnet, auch wenn es am Mittag bei bedecktem Himmel und einer ordentlichen Brise kurz so ausgesehen hat.

Den Auftakt auf der großen Bühne am See machte Helmut Dold mit seinem Dixie-Quartett. Das Motto "Lahr ist bunt – Lahr ist vielfältig" hatte da einen passenden Auftakt. Das Zelt fast etwa 1000 Besucher. So war es für die Auftritte des TV Lahr und die städtische Musikschule sicher sehr erfreulich, dass am Mittag die Ränge fast voll gewesen sind. Helmut Dold hatte die Rolle des Moderators – gewohnt souverän und badisch charmant – übernommen. Er beherrscht bekanntlich Wortakrobatik, um zum Beispiel die Auftritte der Turner anzukündigen, und als Trompetenlehrer gehört "de Hämme" ja zur Musikschule.

Die "Trash-Band" ist Besuchern der drei Parks längst ein Begriff. Die Idee, mit grünen Tonnen als Behälter für die Anlage und als Resonanzkörper beim Spielen aufzutreten, kam auch auf der Bühne gut an. Da war das "Badnerlied" ein Muss. Das Streichquartett der Musikschule, geleitet von Claudia Bühler, trat mit Mozart auf. Mit den verschiedenen Einlagen des TV haben alle Teilnehmer das Versprechen "bunt und vielfältig" eingehalten".

Es fehlte im Park allerdings die amtierende Chrysanthemenkönigin Lea Johanna I. Ihre Vorgängerin Jessica I. hat die Aufgabe der hochschwangeren amtierenden Hoheit souverän wahrgenommen.

Beim "Treffpunkt Ortenau" zeigte Gudrun Kruss eine bunte Vielfalt an Dekorationen mit Sommerblumen. Beim römischen Streifenhaus boten Goldschmiedin Isabelle Kollmer und Mitglieder des Arbeitskreises Römer der LGS-Freunde eine Schmuckwerkstatt an. Das war eher für jüngere Besucher gedacht, zog aber auch Ältere an. Die "Aurifex" (lateinisch für Goldschmied) hat sich auf antiken Schmuck spezialisiert. Silke Höllmüller, die die Museumspädagogik im neuen Museum in der ehemaligen Tonofenfabrik betreut, hatte mit dem Angebot einer Kreativwerkstatt am Lahr-Pavillon im Bürgerpark das richtige Gespür. Die Stempel, die jeder Besucher anfertigen konnte, stießen auf großes Interesse.

Sehenswertes über die Geschichte

Und dann bietet der Pavillon Sehenswertes über die Geschichte der Stadt von der Römerzeit der Bedeutung des Druckgewerbes während der Industrialisierung bis zur Gegenwart. So gibt es auch Informationen über die Städtepartnerschaften mit Belleville (Kanada), Dole (Frankreich) und Alajuela (Costa Rica).

Der einzige Wermutstropfen war der Besuch am frühen Abend. Die Funk Farmers spielten auf der Bühne am Seepark allerdings nur vor schätzungsweise 200 Zuschauern. Die Band war dennoch klasse.

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