Lahr Lahr Logistics: Mega-Hallen für 31 Millionen

Hier finden 45 000 Paletten Platz zum Lagern: Die Firma Lahr Logistics hat am Flugplatz zwei neue Hallen in Betrieb genommen. Standortleiter Daniel Thomann schreitet voran. Foto: Braun

Lahr - Das Logistik-Unternehmen Lahr Logistics am Flugplatz wächst rasant: Drei riesige Hallen bieten nun Lagerplatz für 45 000 Paletten-Stellflächen. Mehr als 31 Millionen Euro hat das Gemeinschaftsunternehmen schon investiert.

Wer am Tankstellen-Kreisverkehr am Flughafen in die Einsteinallee einbiegt und bis zur großen Kurve fährt, sieht sich dort einer großen Wand gegenüber: 225 Meter lang und 14 Meter hoch. Tief ist dieser Riesenkasten gut 150 Meter, vorne bietet er 33 Laderampen für Lastwagen. Das ist das Lager-Imperium der Firma Lahr Logistics, die jetzt zwei neue Logistikhallen in Betrieb nahm und damit ihre Kapazität auf einen Schlag verdreifachte. Die erste Halle war vor drei Jahren eröffnet worden.

"Wir geben in Lahr Vollgas", erklärte Ewald Glaser als Vorstandsvorsitzender der ZG Raiffeisen-Genossenschaft bei der Inbetriebnahme der beiden jüngsten Hallen. Rund 100 Firmenchefs der Stadt waren zu einem Unternehmertreffen ins IGZ-Areal am Flughafen gekommen, bei dem die neuen Kapazitäten vorgestellt wurden. Eingeladen hatte die Lahrer Wirtschaftsförderung.

Lahr sei als Standort unschlagbar, sagte Standortleiter Daniel Thomann. Günstige Bodenpreise, verkehrstechnisch ideale Lage, beste Anbindung und offene Arme der Stadtverwaltung, lobte er. 40 Mitarbeiter betreuen die drei Hallen und die Logistik, die dahinter steckt.

Hinter Lahr Logistics stecken die beiden großen Genossenschaften ZG Raiffeisen und Fenaco (siehe Info) aus Baden und der Schweiz. Insgesamt haben sie mit ihrem Gemeinschaftsunternehmen schon 31,1 Millionen Euro am Standort Lahr investiert. Die Hälfte davon für die beiden neuen Hallen. Vier weitere könnte das Unternehmen noch bauen, Platz gibt es noch reichlich. Von Lahr aus werden die Märkte von ZG und Fenaco beliefert. Es gibt aber auch noch Platz für externe Logistikaufträge. Man habe auf Vorrat gebaut. Die ZG betreibt in Kehl ebenfalls noch ein Logistikzentrum, Lahr sei aber klar "der Zukunftsstandort". Eingelagert werden hier Waren wie Gartenstühle, Zäune, Rasenmäher und Mülltonnen. "Wir lagern alles, was sperrig, breit, unbequem und kompliziert ist. Da sind wir Experten", sagt Chef Daniel Thomann.

Für Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller ist die Ansiedlung und jetzt die Mega-Erweiterung ein klares Indiz dafür, dass Lahr als Logistik-Standort in der weiten Region einen besten Ruf genießt. Mit einem Güterverkehrsterminal (GVT), das nebenan geplant ist, ließe sich diese Anziehungskraft noch verstärken.

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