Lahr Lahr hat gute Chancen zu gewinnen

Gleich zwei der für den Badischen Architekturpreis nominierten Gebäude stehen in Lahr: Hier im Bild zu sehen ist die ehemalige Tonofenfabrik am Museumsplatz. Ebenfalls Chancen auf den Preis hat die "Kita-Plus" im Bürgerpark. Foto: Armbruster Foto: Lahrer Zeitung

Die Jury des Badischen Architekturpreises hat nun die ersten beiden Gewinner und die Finalisten in den fünf öffentlichen Kategorien ausgewählt. Zwei der außergewöhnlichen Bauwerke stehen in Lahr: die ehemalige Tonofenfabrik und die Kita-Plus

Offenburg/Ortenau (red/ma). Bereits Mitte Mai hat der Offenburger Verleger Hubert Burda den Ehrenpreis für "identitätsstiftende Architektur am Oberrhein" erhalten (wir berichteten).

Am Freitag hat in Offenburg nun eine international besetzte Fachjury unter Leitung von Fred Gresens, Bezirksvorsitzender der Architektenkammer Baden-Württemberg, alle 241 Einreichungen gesichtet, geprüft und eine sogenannte Shortlist mit drei Nominierten pro Kategorie zusammengestellt. "Ich hätte nie erwartet, dass wir so viele Bewerbungen bekommen würden. Sowohl von der Quantität wie auch von der Qualität der eingereichten Projekte waren wir alle begeistert", wird Jury-Leiter Gresens in einer Pressemitteilung zitiert.

Kehler "Passerelle" wird ausgezeichnet

Landrat Frank Scherer und Architekt Jürgen Grossmann, Initiatoren des Preises, haben das Ergebnis vorgestellt: Der Sonderpreis für grenzüberschreitende Projekte geht an die "Passerelle de Deux Rives" – die Brücke der zwei Ufer des französischen Ingenieurs und Architekten Marc Mimram, die seit der Landesgartenschau 2004 Kehl und Straßburg verbindet. Der Nachwuchspreis für angehende Architekten geht an Anne-Catherine Greiner für ihr Projekt "Naturgut Horner" in Schallstadt.

Über die Gewinner in den fünf Kategorien Industrie- und Gewerbebau, Interior Design, öffentliche Gebäude, Privat und Ingenieurbauwerke soll nun die Bevölkerung abstimmen. Unter den Finalisten befinden sich unter anderem Bauwerke aus der Ortenau. So zum Beispiel die Trambrücke Beatus Rhenanus von Marc Barani in Kehl in der Kategorie Ingenieurbauwerke oder das Innen-Design des "Vinotorium" der Oberkircher Winzer. Ebenfalls ins Finale geschafft hat es das Brunner Kommunikationszentrum der Architekten Schneider und Schumacher in Rheinau.

Die Stadt Lahr hat in der Kategorie öffentliche Gebäude gleich doppelt Chancen auf einen Preis: Die Vorauswahl der Jury fiel auf das Stadtmuseum Tonofenfabrik am Museumsplatz von "Heneghan Peng Architects" aus Berlin und die "Kita-Plus" im Bürgerpark von "(Se)arch Freie Architekten Stuttgart".

"Nicht nur Experten, sondern auch Nutzer, Beobachter und Bewohner haben sich mit spannenden Einreichungen am Wettbewerb beteiligt und bewiesen, dass Architektur nicht ausschließlich ein Thema für Fachleute ist", freut sich Grossmann.

Ab Samstag, 1. Juni, bis Montag, 30. September, werden die Finalisten unter www.badap.de zur öffentlichen Abstimmung freigeschaltet sein. Der Preis wird am Freitag, 11. Oktober, im Rahmen einer feierlichen Gala im Europäischen Forum am Rhein in Neuried verliehen.

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