Lahr Lahr auf der großen Fußballbühne

Die Hoffnungen des Außenseiters SV Linx im Finale gegen den favorisierten Oberligisten FC Villingen ruhen vor allem auf Torjäger Adrian Vollmer, der in dieser Verbandsliga-Saison 31 Treffer erzielt hat. Foto: Fissler

Das südbadische Pokalfinale um den Rothaus-Pokal wird am Pfingstmontag um 14.30 Uhr im Stadion Dammenmühle angepfiffen. Verbandsliga-Tabellenführer SV Linx trifft auf den Oberligisten FC 08 Villingen, die ARD wird live übertragen.

 

Während der SV Linx dicht vor der Meisterschaft in der Verbandsliga steht, geht es für die Schwarzwälder noch um die Teilnahme an den Aufstiegsspielen. Villingen ist Tabellenzweiter der Oberliga und hat die Teilnahme an der Relegation im Blick.

SVL-Trainer Sascha Reiss muss sich lange zurückerinnern, wann die Rheinauer zum letzten Mal im Pokalfinale standen: "Ich glaube, das war im Kehler Rheinstadion gegen den Offenburger FV", so Reiss, der seine Truppe gegen den technisch versierten Oberligisten nicht chancenlos sieht: "Ich habe Villingen in dieser Saison zwei Mal beobachtet. Eine ausgeglichene Mannschaft mit hervorragenden Individualisten. Wir sind froh, dass wir bei diesem Highlight dabei sind. Und wir werden uns nicht kleiner machen, als wir sind. Auch wir sind gut besetzt. Allerdings müssen wir schon einen herausragenden Tag erwischen und auch eine Portion Glück haben, um die Schwarzwälder am Montag zu schlagen", meint Reiss kämpferisch, der noch auf den Einsatz von Dennis Klemm hofft, den es an den Adduktoren erwischt hat. Der SV Linx setzt natürlich vor allem auf Adrian Vollmer, mit 31 Treffern der beste Torjäger der Verbandsliga. Der Ex-Offenburger ist der Garant für den Höhenflug der Rheinauer.

Sein Pendant Jago Maric, Trainer des FC Villingen, sagt: "Unsere Konzentration liegt auf der Liga. Da wollen wir in die Relegation. Und dann sehen wir der Partie gegen Linx entgegen. Klar wollen wir gewinnen. Wie jeder, der ins Finale kommt. Wir wissen um die Qualität des SV Linx, der sehr viel Erfahrung mitbringt und nicht umsonst an der Spitze der Verbandsliga steht. Deshalb werden wir uns ab Donnerstag akribisch auf das Finale vorbereiten."

Einer freut sich bei den Nullachtern ganz besonders auf das große Spiel: Torjäger Nedzad Plavci, der bereits beim Verbandsligisten FC Rielasingen unterschrieben hat und kommende Saison dorthin wechselt. Villingen musste zunächst den Vertrag des Spielers kündigen. Dadurch musste Plavci eine eineinhalbmonatige Sperre absitzen, um für den Rest der Saison für die Nullachter wieder spielberechtigt zu sein. "Ich freue mich riesig, nach so einer langen Sperre im Finale dabei zu sein. Und ich hoffe, es läuft wie vor zwei Jahren beim Pokalsieg in Offenburg", betont Plavci.

Pokalfinale wird zum Duell der Torjäger

Damals besiegte der Villinger Angreifer den SV Oberachern mit drei Treffern fast im Alleingang. Warnung genug für den SV Linx, der diesen Ausnahmestürmer nicht aus den Augen lassen darf. "Er hat schon eine besondere Qualität, die nicht jeder Angreifer mitbringt", lobt Trainer Jago Maric.

Die Brisanz der Begegnung liegt darin, dass es nicht nur um den südbadischen Pokalsieg, sondern auch um die damit verbundene Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals 2018/19 geht.

  Gastgeber SC Lahr: Für den Sportclub ist es das Spiel des Jahres. Der SC hatte sich um das Finale beworben und den Zuschlag des SBFV erhalten. Einen ausführlichen Vorbericht aus Sicht des ausrichtenden Vereins veröffentlichen wir am Samstag im Lokalsport der Lahrer Zeitung.

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