Lahr Kulinarisches aus aller Welt

"An die Suppentöpfe, fertig, los", hat es am Samstag beim zehnten internationalen Suppenfest geheißen. Dieses wird von verschiedenen Integrations-gruppen in Kooperation mit der Stadtverwaltung und der "Neuen Arbeit Lahr" (NAL) veranstaltet.

Lahr. Die Gäste konnten sich im Max-Planck-Gymnasium durch 50 Suppen aus aller Herren Länder probieren. Das internationale Suppenfest gibt es nun bereits seit zehn Jahren.

Mädchengruppe bekommt viel Lob für ihre Suppe

Seit den Anfängen im Pflugsaal mit zehn Köchen hat sich einiges getan. Von der Kooperation mit der NAL abgesehen, ist die Veranstaltung in die Mensa des Max-Planck-Gymnasiums umgezogen, die Anzahl der Köche hat sich verfünffacht, und die Auswahl an Suppen wurde somit entsprechend gesteigert. Von syrischer Spinatsuppe über Georgische Suppe, österreichische Knödelsuppe bis hin zur schwäbischen Maultaschensuppe, der badischen Riebelesuppe, einer Meerrettich- und einer Meerrettich-Creme-Suppe reichte das kulinarische Angebot.

Im lichtdurchfluteten Raum herrschte nach den Eröffnungsworten von Bürgermeister Guido Schöneboom und Djahan Salar von der NAL zunächst großer Ansturm auf die Suppentöpfe und danach leises Klappern von Suppenlöffeln, die genüsslich in die Suppentassen getaucht wurden, begleitet von relativ leisem Gemurmel.

"Wir haben keine Suppe mehr", hieß es nach 25 Minuten bei den vier Teilnehmerinen der Mädchengruppe des Bürgerzentrums im Kanadaring. Ihre fünf Liter der badischen Meerrettich-Creme-Suppe waren komplett weg.

Neues Buch mit 50 Rezepten ist bei der Stadt erhältlich

"Nach einer Viertelstunde haben wir schon den Rest aus dem großen Einmachtopf umgefüllt", erzählten die vier. Und sie haben viel Lob für ihre Suppe bekommen. "Genau auf den Punkt", sagte ein älterer Mann, der ganz offensichtlich ein Urbadner ist. "Schmeckt einfach toll", lauteten andere Stimmen. Vor allem die Idee, ausgelassenen Speck und geröstete Zwiebeln dazu anzubieten, fand Zustimmung. Die gehörten zwar nicht zum Rezept, passten aber sehr gut, lautete das Urteil einer Besucherin.

Beim Blick von oben in die Mensa zeigte sich das Ausmaß der Veranstaltung: Der Raum war komplett gefüllt mit suppenhungrigen Menschen. Was auch zu entdecken war, waren die vielen Gäste, die eine der Sammeltassen des Suppenfests entweder neu erworben oder mitgebracht hatten.

Zu den bisherigen Rezeptsammlungen wurde von der Stadt und der NAL zum Zehnjährigen ein Kochbuch aufgelegt, in dem auf rund 100 Seiten 50 Suppen aus den vergangenen zehn Jahren Suppenfest zusammengefasst sind. Das Buch "Zehn Jahre internationales Suppenfest – Die Welt der Suppen" ist für zehn Euro beim Integrationsbeauftragten der Stadtverwaltung, Andreas May, erhältlich.