Lahr Kreativ kochen mit Chrysanthemen

Lahr - Die Koch-Show darf auf der Blumenschau nicht fehlen. Lisa Vogt und Simon Türkl aus Willstätt, Mario Aliberti und Marcel Gopper aus Bühl sowie Francesco D‘Agostino und Diego Lopez aus Kehl kredenzten drei Gänge mit Speise-Chrysanthemen.

Türkl ist Inhaber des Restaurants "Kinzig-Brücke" in Willstätt. Er hatte am Mittwoch gebackene Reisbällchen, gefüllt mit Mozzarella, und einen Chrysanthemen-Wildkräuter-Salat, vorbereitet, den er zusammen mit der Konditorin Vogt auf der Bühne zubereitete. Die Reisbällchen, mit Mehl und feinen Semmelbröseln sowie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt, kamen in die Fritteuse. Den Salat, Wildkräuter und Chrysanthemenblätter, richteten die Willstätter mit einem Dressing aus Waldhonig, Walnussöl, scharfem Senf, Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer an. Zuletzt kamen die Reisbällchen auf den Salat.

Das Hauptgericht kredenzte Mario Aliberti, Inhaber des Restaurants "Heimat im badischen Hof" aus Bühl zusammen mit Koch Marcel Gopper. Sie bereiteten geschmorte und lackierte Rinderbacke mit Chrysanthemen, Pastinaken, Bratkartoffelschaum und eingelegten Gurken zu. Der Lack des Rinds bestand aus Chrysanthemensirup und heller Soja-Soße. Beides vermixten die Köche und lackierten die Backen, die dann abgeflämmt wurden. Der Salat bestand aus marinierten Chrysanthemenblüten sowie einem Dressing aus Sushi-Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Koch mit "viel zu vielen Sternen" sorgt für Lacher

Für den Schaum benötigten die Köche in der Schale gegarte Erdäpfel, Schalotten, Schwarzwälder Schinken und Sahne. Die Kartoffeln schwitzte das Duo in der Pfanne an und löschte mit Gemüsebrühe ab. Der Schaum war fertig, nachdem er im Thermomixer passiert wurde. Die eingelegten Gurken waren vorbereitet. Sie mussten zwei Tage in Sushi-Essig ziehen.

Die Nachspeise kam aus einem "Storchennest": So heißt das Restaurant in Kehl, das Francesco D‘Agostino gehört. Er kreierte zum Abschluss zusammen mit Diego Lopez karamellisierte weiße Kaffeecreme mit Chrylonge, dem Sekt der Lahrer Chrysanthema, samt Apfelsalat-Chips aus Erdäpfeln. Das Dessert bestand aus Mürbeteig, cremiger Johannisbeere, Maracuja-Mango-Mousse und einer Merengue.

Bekannt ist, dass das Auge mitisst. Als Einlage übertölpelte der "Viel-zu-viel-Sterne-Koch" namens "Gerôme de Grand Malheur" deshalb etliche Zuschauer: Zwischen Vorspeise und Hauptgericht jonglierte er mit echten Porzellan-Tellern. Als einer der Teller gewollt auf der Bühne zerdepperte, achtete niemand der vielen Gäste darauf, dass der Jongleur schnell einige Teller aus Pappe in den Stapel Porzellan mischte. So war das Entsetzen vor allem in der ersten Reihe groß, als er das vermeintlich massive Geschirr in die Menge warf. Die Erleichterung, als diese Gäste den Trick erkannten, war um so größer. Das zeigten Applaus und Gelächter auf dem gut besuchten Marktplatz.

  • Bewertung
    0