Lahr Kommunalpolitik macht ihm weiterhin Spaß

Eberhard Roth Foto: cbs Foto: Lahrer Zeitung

Kippenheimweiler. Mitten in der Gemeinschaft von Familie, seinem Heimatort Kippenheimweiler und in seinem Beruf – dort fühlt sich Eberhard Roth wohl. "Ich war schon immer ein Gemeinschaftsmensch", sagt der Stadtrat. Heute, am Nikolaustag, feiert Roth seinen 65. Geburtstag.

"Kommunalpolitik – das ist Wohnumfeld vom Kindergarten bis zum Friedhof und alles, was dazwischen ist. Inmitten der Menschen." Wenn Roth das sagt, ist sein Tonfall bestimmt und kompromisslos. In 44 Jahren gab es manchen Augenblick, der zum Haare raufen war, aber ausgefallen sind sie ihm deshalb noch lange nicht. Mit 21 Jahren war er jüngster Ortschaftsrat und mit 23 Jahren jüngster Ortsvorsteher von Kippenheimweiler. "Du bist unser Mann", sagte damals vor mehr als vier Jahrzehnten Konrad Schneble, als er ihn zu sich ins Büro holte. "Das Amt des Ortsvorstehers war für mich bisher das interessanteste Amt, weil es mich in den direkten Kontakt zu den Menschen gebracht hat", sagt Roth. "Aber es war auch das zeitaufwendigste Amt", das er 35 Jahre erfüllte. 2012 legte er sein Amt als Ortsvorsteher nieder. Jüngere sollten ran und seine eigene berufliche Entwicklung verlangte mehr Zeit.

Wenn Roth etwas angeht, dann mit vollem Einsatz, Verantwortungsgefühl und noch mehr Herz. Als Stadtrat und Kreisrat mischt er nach wie vor mit. "Das Amt macht mir noch immer sehr viel Spaß", sagt er. Deshalb wird er für die kommende Wahl wieder kandidieren. Betreuung, Bildung, Wohnraum, vor allem bezahlbarer, seien brennende Kernthemen, deren Gestaltung und Realisierung der Freie Wähler als Auftrag und Verantwortung erkenne.

Seit 34 Jahren gehört er dem Kreistag an. Ins Gremium bringt er sich mit seiner beruflichen Fachkenntnis ein und spricht von einer spannenden Aufgabe, vor allem im Sozialbereich, "in der Entwicklung unseres hervorragenden Lahrer Klinikums".

Beruflich ist Roth untrennbar mit dem Paul-Gerhardt- Werk verbunden. Seit 1981 arbeitet er für die evangelische Kirche Offenburg. Im Jahr 2000 wurde der Verwaltungszweckverband gegründet und Roth dessen Geschäftsführer. Rente mit 63 kam für ihn nicht infrage. Im Jahr 2017 wurde Roth zum hauptamtlichen Vorstandsvorsitzenden des Paul-Gerhardt-Werks berufen, einem Unternehmen mit 450 Mitarbeitern. "Es macht mir riesigen Spaß", sagt Roth, und denkt noch lange nicht ans Aufhören.

Seine Großfamilie bezeichnet er liebevoll als "meine Hängematte". Körperliche Fitness erfährt der drahtige Sportler über seine Touren auf dem Mountainbike oder Rennrad. Aber zum Seele baumeln lassen sind und bleiben Ehefrau Brunhilde und die gesamte Familie sein Ankerplatz und sicherer Hafen.

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